Starlink im Fadenkreuz: Wie lange hält der ukrainische Kommunikationsvorteil?

Wäh­rend GPS-Stö­run­gen längst All­tag sind, galt Star­link lan­ge als nahe­zu unan­greif­bar. Jüngs­te ukrai­ni­sche Erfol­ge an der Front und im rus­si­schen Kern­land wur­den auch dar­auf zurück­ge­führt, dass nur noch die Ukrai­ne Zugang zum Satel­li­ten­in­ter­net hat, Russ­land jedoch nicht (mehr). Doch in den letz­ten Wochen hat Mos­kau auf­ge­holt: Mit Sys­te­men wie „Kalin­ka“ und „Vol­na Kupol Garant“. Wie lan­ge hält der ukrai­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­teil noch?

Lesen Sie dazu bei Defence-Network.com: Star­link im Faden­kreuz: Wie lan­ge hält der ukrai­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­teil?

Ergän­zend dazu hier noch der Link zum eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia-Ein­trag zur Star­link-Nut­zung im Ukrai­ne-Krieg:  Star­link in the Rus­so-Ukrai­ni­an war

Deutsch-Französische Brigade erreicht Meilenstein für NATO-Auftrag

Nach­dem Ende Juni 2026 das I. DEU-/NLD-Korps die Ver­ant­wor­tung für das tak­ti­sche Kom­man­do bei der Ver­tei­di­gung von Est­land und Lett­land über­nom­men hat, so dass sich das Mul­ti­na­tio­na­le Korps Nord­ost (MNK NO) seit­dem im Rah­men des NATO-Regio­nal­plans für die Ver­tei­di­gung der NATO-Ost­flan­ke auf das tak­ti­sche Kom­man­do in Litau­en sowie Nord-/Nord­ost-Polen kon­zen­trie­ren kann, wur­de dazu nun mit der Anfangs­be­fä­hi­gung (IOC) der Deutsch-fran­zö­si­schen Bri­ga­de für ihren Ein­satz als “Rear Area Task Force” beim MMK NO ein wei­te­rer Mei­len­stein erreicht.

Bereits seit Juni 2025 unter­steht hier­zu die D-/F‑­B­rig “zeit­wei­se” für Pla­nun­gen oder Übun­gen dem MNK NO und hat seit­her in drei Übun­gen unter des­sen Füh­rung nach­ge­wie­sen, dass sie in der Lage ist, Auf­trä­ge als Gefechts­ver­band im rück­wär­ti­gen Raum — etwa Schutz kri­ti­scher Infra­struk­tur oder Siche­rung von Nach­schub­we­gen — zu pla­nen sowie zu füh­ren und dadurch wesent­li­che Auf­ga­ben zur Auf­recht­erhal­tung der Ope­ra­ti­ons­frei­heit im rück­wär­ti­gen Raum der kämp­fen­den Trup­pe zu über­neh­men.

Den Nach­weis ihrer vol­len Ein­satz­be­reit­schaft (FOC) für die­sen Auf­trag soll die D-/F‑­B­rig nächs­tes Jahr im Rah­men der Dop­pel­übung GRIFFIN DEFENDER / GRIFFIN LIGHTNING 27 im Mai sowie Juni 2027 erbrin­gen, und wird dann unmit­tel­ba­rer als bis­her zur Abschre­ckung Ruß­lands sowie im Kriegs­fall zur Ver­tei­di­gung Euro­pas bei­tra­gen.

Lesen Sie zum Errei­chen der IOC durch die D-/F‑­Bri­ga­de für ihren Ein­satz als “Rear Area Task Force” beim MMK NO im Rah­men der Ver­tei­di­gung von Litau­en und Nord-/Nord­ost-Polen hier eini­ge Mel­dun­gen:

Falcon IV: Jedes Handfunkgerät ein Drohnenabwehr-Störsender

Ange­sichts der mas­si­ven Ver­lus­te, die klei­ne Droh­nen auf bei­den Sei­ten im Ukrai­ne-Krieg ver­ur­sa­chen, pro­gram­miert der Rüs­tungs­elek­tro­nik-Her­stel­ler L3Harris sei­ne weit ver­brei­te­ten Hand­funk­ge­rä­te der Serie Fal­con IV um. Das Soft­ware-Update „Wraith Shield“ nutzt die vor­han­de­ne Anten­ne von tak­ti­schen Funk­ge­rä­ten, um nach Droh­nen-Steu­er­si­gna­len zu suchen, feind­li­che Signa­le zu iden­ti­fi­zie­ren und die­se zu stö­ren.

Lesen Sie dazu bei Sol­dat und Technik.de: Fal­con IV: Jedes Hand­funk­ge­rät ein Droh­nen­ab­wehr-Stör­sen­der
und bei Defence-Network.com:  Euro­sa­to­ry: Wraith – L3Harris macht aus Funk­ge­rä­ten Jam­mer gegen Droh­nen

Ergän­zend zu L3HAR­RIS-Funk­ge­rä­ten — u.a. auch zu den Fal­con-IV-Hand­funk­ge­rä­te PRC-163 und PRC-167 des KSK — sowie zu den Bestel­lun­gen von L3HAR­RIS-Funk­ge­rä­ten durch die Bun­des­wehr für das Pro­gramm “D‑LBO” und das KSK bei Defence-Network.com: L3Harris: Moder­ni­sie­rung der tak­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on und
Bun­des­wehr bestellt wei­te­re L3Harris Funk­ge­rä­te

Bundeswehr-Software macht zivile Drohnen kriegstüchtig

In der moder­nen Kriegs­füh­rung ist nicht nur die Hard­ware ent­schei­dend, son­dern vor allem die Soft­ware, die Sys­te­me steu­ert und ver­netzt. In der Trai­nings­wo­che Digi­tal Cor­vus 1 in Eus­kir­chen übte die Bun­des­wehr, Soft­ware für Droh­nen unter rea­len Bedin­gun­gen schnell zu ent­wi­ckeln. Erprobt wur­de die Ein­bin­dung zivi­ler Droh­nen in das Bun­des­wehr-Füh­rungs­sys­tem.

Lesen Sie dazu bei Bundeswehr.de: Digi­ta­le Gefechts­fä­hig­keit: Bun­des­wehr-Soft­ware macht zivi­le Droh­nen kriegs­tüch­tig

Ergän­zend dazu bei Hardthoehenkurier.de: Das Zen­trum Digi­ta­li­sie­rung der Bun­des­wehr und Fähig­keits­ent­wick­lung Cyber- Infor­ma­ti­ons­raum

F128 erhält 9LV – ein schwedisches FüWES

Die neu­en Fre­gat­ten F128 erhal­ten das schwe­di­sche Gefechts­füh­rungs­sys­tem 9LV von Saab im Wert von rund 800 Mil­lio­nen Euro und bil­den gemein­sam mit den moder­ni­sier­ten F123 einen ein­heit­li­chen, auf die U‑Boot-Jagd aus­ge­rich­te­ten Gefechts­füh­rungs­ver­bund.

Lesen Sie dazu bei esut.de:  F128 erhält 9LV – ein schwe­di­sches FüWES

sowie bei Arma­da International.com: Saab con­trac­ted to sup­p­ly com­bat sys­tems and sen­sor fits for Germany’s Navy’s new fri­ga­tes

Rüstungsprojekt Digitalisierung Landbasierte Operationen (D‑LBO)

Minis­ter Pis­to­ri­us hat sich mit den ver­ant­wort­li­chen Ver­tre­tern der Indus­trie getrof­fen, um den aktu­el­len Sach­stand im Rüs­tungs­pro­jekt Digi­ta­li­sie­rung Land­ba­sier­te Ope­ra­tio­nen (D‑LBO) zu erör­tern.

Lesen Sie dazu auf unse­rer Sei­te die Pres­se­mit­tei­lung des BMVg: Rüs­tungs­pro­jekt Digi­ta­li­sie­rung Land­ba­sier­te Ope­ra­tio­nen (D‑LBO) sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma D‑LBO.

RASSWET: Russisches Satelliteninternet mit militärischer Komponente

Nach­dem Anfang Febru­ar 2026 das US-Satel­li­ten­sys­tem “Star­link” für die rus­si­schen Streit­kräf­te abge­schal­tet wor­den war, hat­te Russ­land Ende März 2026 die ers­ten 16 „Rassvet“-Satelliten erfolg­reich ins All geschos­sen: Obwohl die­se 16 Satel­li­ten im Ver­gleich zu den tau­sen­den von “Star­link” ver­schwin­dend gering sind, mar­kie­ren sie den­noch den Start­schuss für ein rus­si­sches Satel­li­ten-Sys­tem in einem “Low Earth Orbit” (LEO) von ca. 800 km, wel­ches bis 2027 kom­mer­zi­ell und mili­tä­risch voll ein­satz­fä­hig sein soll.  

Lesen Sie dazu auf unse­rer Sei­te: RASSWET: Rus­si­sches Satel­li­ten­in­ter­net mit mili­tä­ri­scher Kom­po­nen­te

Aufwuchs in der Dimension Weltraum: Pistorius bei Industriepartner OHB in Bremen

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us hat am 14. Juli 2026 das Tech­no­lo­gie- und Raum­fahrt­un­ter­neh­men OHB – Orbi­ta­le Hoch­tech­no­lo­gie Bre­men – besucht. Der Besuch unter­streicht die zen­tra­le Rol­le des Welt­raums für die Zukunfts­fä­hig­keit der Bun­des­wehr und für die deut­sche Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­ar­chi­tek­tur ins­ge­samt. Denn Sicher­heit muss auch im Welt­raum ver­tei­digt wer­den.

Lesen Sie bei BMVg.de: Weltraum/Aufwuchs in der Dimen­si­on Welt­raum: Pis­to­ri­us bei Indus­trie­part­ner OHB in Bre­men und Pres­se­link: Pres­se­state­ment Boris Pis­to­ri­us und Vor­stands­vor­sit­zen­der OHB SE Mar­co Fuchs

Ergän­zend dazu Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über den geplan­ten Aus­bau der Bun­des­wehr-Satel­li­ten­ka­pa­zi­tä­ten:
suv.report: Bun­des­wehr plant Satel­li­ten­flot­te mit bis zu 1200 Ein­hei­ten bis 2030
und Golem.de:  EHRGEIZIGES PROJEKT: Bun­des­wehr erwägt Flot­te mit bis zu 1.200 Satel­li­ten

Dar­über hin­aus auf unse­ren FmR-Web­pages “Was Satel­li­ten für die Bun­des­wehr so wich­tig macht” und “Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on als ent­schei­den­der Fak­tor für mili­tä­ri­schen Erfolg”

NATO-Ostgrenze – Schutzauftrag im elektromagnetischen Umfeld

Oberst­leut­nant Moritz Kase­low ist Kom­man­deur des Batail­lons für Elek­tro­ni­sche Kampf­füh­rung 932 in Frankenberg/Eder und war als Kon­tin­gent­füh­rer für die Auf­klä­rungs­mis­si­on VIGO in Litau­en ein­ge­setzt. Im Inter­view spricht er über den wich­ti­gen Bei­trag der Mis­si­on zum Schutz der NATO-Ost­flan­ke und gibt einen Aus­blick auf die nächs­te VIGO im kom­men­den Herbst.

Lesen Sie dazu auf der Sei­te von Bundeswehr.de: Elek­tro­ni­sche Kampf­füh­rung: NATO-Ost­gren­ze – Schutz­auf­trag im elek­tro­ma­gne­ti­schen Umfeld

Ergän­zend dazu ein Bericht über die Mis­si­on “Vigi­lant Owl” in Litau­en: Elek­tro­ni­sche Kampf­füh­rung: Elek­tro­ni­scher Kampf – der laut­lo­se Krieg


Einsatz des Prototypen „Baumfalke“ zur Positionsbestimmung („Ortung“) von gegnerischen Funksendern bei „Vigilant Owl“ in Litauen

Wäh­rend seit Anbe­ginn der Fern­mel­de­auf­klä­rung im 1. Welt­krieg – und nach dem 2. Welt­krieg auch in der Elek­tro­ni­schen Auf­klä­rung – zur Posi­ti­ons­be­stim­mung („Ortung“) von geg­ne­ri­schen Funk­sen­dern bzw. Radar­ge­rä­ten mit­tels spe­zi­el­ler Peil­an­ten­nen deren Emp­fangs­rich­tun­gen bestimmt sowie aus deren Schnitt­punk­ten bzw. ‑flä­chen ihre Stand­or­te ermit­telt wur­den, nutzt EloK­a­Btl 932 seit inzwi­schen zwei Jah­ren und nun auch bei „Vigi­lant Owl“ in Litau­en mit dem Pro­to­typ „Baum­fal­ke“ ein alter­na­ti­ves Ver­fah­ren zur Posi­ti­ons­be­stim­mung („Ortung“) von geg­ne­ri­schen Funk­sen­dern: Durch Mes­sung der Zei­ten beim Ein­tref­fen ihrer Emp­fangs­si­gna­le („TOA“) an min­des­tens drei Emp­fän­gern sowie Ermitt­lung der Zeit­un­ter­schie­de („TDOA“) zwi­schen dem Ein­tref­fen der Emp­fangs­si­gna­le bei die­sen Emp­fän­gern kön­nen durch ent­spre­chen­de, kom­ple­xe Berech­nun­gen die Ent­fer­nun­gen zu den Sen­dern und dar­aus deren Stand­or­te bestimmt wer­den. 

Lesen Sie dazu auf unse­rer Sei­te den Arti­kel und wei­te­re Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen: Ein­satz des Pro­to­ty­pen „Baum­fal­ke“ zur Posi­ti­ons­be­stim­mung („Ortung“) von geg­ne­ri­schen Funk­sen­dern bei „Vigi­lant Owl“ in Litau­en