Seine Arbeit verbindet die Vergangenheit der Fernmelde‑, Aufklärungs- und Informationsverbände, die Aufgaben der heutigen Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum und die Herausforderungen, vor denen die Bundeswehr künftig stehen wird. Historiker Sven Deppisch meint: Wer weiß, woher er kommt, kann besser verstehen, wo er steht und wohin er gehen muss.
Lesen Sie dazu bei Bundeswehr.org: Karriere: Ein Historiker im Cyber- und Informationsraum
Anmerkungen der Redaktion:
1. Beim Lesen des o.a. Berichts über den Historiker im KdoCIR könnte der Eindruck aufkommen, daß es diesen Dienstposten erst seit letztem Jahr gibt: Dem ist aber nicht so, da es bereits spätestens ab 2024 eine Vorgängerin im Amt gab, die z.B. am 14. Mai 2024 auch bei der Verleihung der Ehrennadel des EloKaBtl 932 an das damalige FmR-Ehrenmitglied Oberst a.D. Rudolf Grabau mit dabei war – siehe dazu die FmR-Webseite: Oberst a.D. Rudolf Grabau mit der Ehrennadel des EloKa-Bataillons 932 ausgezeichnet
2. Die Aussage in o.a. Bericht “Bereits 1867 wurde in Preußen die erste Feldtelegrafenabteilung aufgestellt — …” ist nicht zutreffend: Schon im Juni 1859 wurden in Preußen die ersten beiden kompaniestarken Feld-Telegraphenabteilungen anläßlich des Konflikts zwischen Sardinien-Piemont – unterstützt durch Frankreich – und Österreich um Oberitalien mobilgemacht, auch wenn ihre Verwendungsfähigkeit bis zur Demobilisierung am 1. August 1859 nicht erreicht werden konnte. Und 1864 wurden dann für den preußisch-/österreichisch-dänischen Krieg um Schleswig-Holstein drei Feld-Telegraphenabteilungen mobilgemacht sowie auch eingesetzt, und ab Frühjahr 1866 wurden nun insgesamt vier preußische Feld-Telegraphenabteilungen für den Fall eines Krieges mit Österreich sowie dem Deutschen Bund mobilgemacht und ab Ende Mai 1866 eingesetzt – siehe dazu die FmR-Webseiten: Tafel 5 sowie Tafel 6 der Bildtafelausstellung “Fernmeldetruppen – Gestern und heute”
3. Auch die Aussage in o.a. Bericht “Elektronische Kampfführung und Operative Kommunikation gewannen insbesondere im Kalten Krieg große Bedeutung.” erweckt zumindest für die Elektronische Kampfführung den Eindruck, im Ersten sowie Zweiten Weltkrieg habe diese keine große Bedeutung gehabt bzw. gewonnen, was jedoch ebenfalls unzutreffend ist – siehe dazu die FmR-Webseiten zu:
Tafel 17 und 18, Tafel 38, Tafel 39 und Tafel 40 der Bildtafelausstellung “Fernmeldtruppe — Gestern und heute”
4. Die Aussagen “Die Geschichte von CIR sei bislang nicht so gründlich erforscht worden wie die anderer Teile der Streitkräfte. Er freue sich auf die Arbeit in Archiven, sich „durch Aktenberge zu wühlen“ und Zeitzeugen zu befragen. Viele Geschichten müssten erst noch ans Licht gebracht werden.” werfen ebenfalls Fragen auf, da die Geschichte der TSK CIR formal erst mit ihrem Bestehen ab 2024 beginnt, real zwar bereits ab 2017 mit der Aufstellung des OrgBer CIR sowie eigentlich auch ihre Vorgeschichte ab 2002 mit der Ausgliederung von Fm- und EloKa-Verbänden aus Heer, Luftwaffe und Marine sowie ihre Zusammenfassung in der damaligen Streitkräftebasis umfasst.
Insofern muß nicht alles seit Mitte des 19. Jahrhunderts gründlich(er) erforscht werden, weil bis 2006 – z.B. zuletzt mit der CD der FüUstgDBw “Die FmTr des Heeres in der Bundeswehr (1956 — 2006)” – das meiste eigentlich ganz gut dokumentiert ist, sondern vor allem für die letzten 20 Jahre fehlen die “Geschichten” weitgehend — nicht nur aus der TSK CIR, sondern auch aus der FmTr des Heeres und den FüDst von Luftwaffe sowie Marine.