Deutschland beteiligt an neuer Cyber-Initiative der NATO

„Zwölf NATO-Staa­ten haben sich ver­pflich­tet, bis 2030 im Rah­men des hoch­ran­gi­gen Pro­jekts ‚Allied Soft­ware for Cloud and Edge Ser­vices‘ (ACE) ein neu­es digi­ta­les Netz­werk zu ent­wi­ckeln und ein­zu­füh­ren“, berich­tet die NATO zur jüngs­ten Cyber-Initia­ti­ve. Mit dabei: Deutsch­land. Mit ACE soll es mög­lich wer­den, Ver­schlussa­chen sicher zu erstel­len, zu spei­chern und zu tei­len.

Lesen sie dazu bei cpm DEFENCE-NETWORK: Deutsch­land betei­ligt an neu­er Cyber-Initia­ti­ve der NATO

Ergän­zend dazu eine NCIA-Mel­dung: Allies enhan­ce NATO’s digi­tal pos­tu­re, ein Bericht von PIZ CIR über das Pro­jekt „Mul­ti­na­tio­na­les inter­ope­ra­bles tak­ti­sches Tablet Ein­stu­fung NATO SECRET (MITTENS) und eine NCIA-Mel­dung über den Ver­trags­ab­schluss beim NATO-Pro­jekt „Her­mes“ zur Bereit­stel­lung mobi­ler IT-Fähig­kei­ten für die NATO Com­mand Struc­tu­re.

New Air Force A6 Role Is Established: The chief of the Air Force applauds the key step

Wäh­rend in der Bun­des­wehr in allen Teil­streit­kräf­ten (TSK) und Mili­tä­ri­schen Orga­ni­sa­ti­ons­be­rei­chen (Mil­Or­gBer) seit Jahr­zehn­ten das Füh­rungs­grund­ge­biet 6 (FGG 6) eta­bliert ist, es aber im BMVg kei­ne Glie­de­rung nach FGG und TSK/MilOrgBer gibt, wur­de letz­te Woche im US Depart­ment of the Air­force, dem „Luft­waf­fen-Amt“ im US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, eine eigen­stän­di­ge A6-Abtei­lung ein­ge­führt. Bis­her war dort — wie auch im US Depart­ment of the Navy, jedoch im Gegen­satz zum nach­ge­ord­ne­ten Bereich der US Air­force, aber auch dem US Depart­ment of the Army — das FGG 6 mit dem FGG 2 in einer A2/A6-Abtei­lung für „Intel­li­gence, Sur­veil­lan­ce and Recon­nais­sance and Cyber Effects Ope­ra­ti­ons“ zusam­men­ge­fasst.
Die nun erfolg­te, als über­fäl­lig emp­fun­de­ne Tren­nung zwi­schen „Intel­li­gence, Sur­veil­lan­ce and Recon­nais­sance“ (A2) sowie „War­figh­ter Com­mu­ni­ca­ti­ons and Cyber Sys­tems“ (A6) wird als eine der wich­tigs­ten Reor­ga­ni­sa­tio­nen des Gene­ral­stabs der US Air­force inner­halb des US Depart­ment of the Air­force in über 30 Jah­ren ein­ge­schätzt und soll Ein­satz­be­reit­schaft, Resi­li­enz sowie betrieb­li­che Effek­ti­vi­tät durch Aus­rich­tung von Res­sour­cen und Risi­ko­ma­nage­ment auf die Ein­satz­er­for­der­nis­se inner­halb einer Stabs­ab­tei­lung ver­bes­sern.
Lesen Sie hier die ent­spre­chen­de Mel­dung „New Air Force A6 Role Is Estab­lished“ in „SIGNAL“, dem Maga­zin von AFCEA Inter­na­tio­nal.
Ergän­zend dazu fin­den Sie hier als Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on den eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia-Ein­trag zum US Depart­ment of the Air­force, in dem o.a. Reor­ga­ni­sa­ti­on jedoch noch nicht berück­sich­tigt ist.“

Militärische Satellitenkommunikation neu gedacht

Nach dem Ende der Aus­lands­ein­sät­ze in weit ent­fern­ten Gebie­ten, unter ande­rem Afgha­ni­stan oder Mali, soll­te man den­ken, die Bedeu­tung der Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on wür­de abneh­men. Doch genau das Gegen­teil ist der Fall. Man braucht viel mehr Optio­nen in allen Berei­chen. Mehr Ver­bin­dun­gen, grö­ße­re Daten­men­gen und vor allem Mul­ti-Orbit und Mul­ti-Kon­stel­la­tio­nen. Zudem ist das The­ma Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on in oder aus der Bewe­gung (on the move) von hoher Bedeu­tung. Nicht nur für die Spe­zi­al­kräf­te.

Lesen Sie dazu bei cpm DEFENCE-NETWORK: Mili­tä­ri­sche Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on neu gedacht
sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf unse­rer Sei­te: Mili­tä­ri­sche Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on

Cyber-Angriffe des russischen Militärgeheimdienstes GRU auf mehrere NATO-Staaten und die Ukraine

Im Rah­men der hybri­den rus­si­schen Kriegs­füh­rung gegen die NATO-Staa­ten und die Ukrai­ne wer­den auch Cyber-Angrif­fe gegen deren staat­li­che Ein­rich­tun­gen und Kri­ti­sche Infra­struk­tur durch­ge­führt. Dabei konn­ten durch meh­re­re NATO-Staa­ten kürz­lich durch­ge­führ­te rus­si­sche Cyber-Angrif­fe dem rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­diens­tes GRU (Glaw­no­je Ras­we­dy­wa­tel­no­je Upraw­le­ni­je = Haupt­ver­wal­tung für Auf­klä­rung) zuge­ord­net wer­den.

Lesen Sie hier die eng­lisch­spra­chi­ge Erklä­rung des North Atlan­tic Coun­cil (NAC) zur Ver­ur­tei­lung die­ser Cyber-Angrif­fe.

Fin­den Sie ergän­zend dazu auch eine eng­lisch­spra­chi­ge Soli­da­ri­täts­er­klä­rung des North Atlan­tic Coun­cil (NAC) mit Tsche­chi­en im Zusam­men­hang mit einem chi­ne­si­schen Cyber-Angriff auf ein Netz­werk des tsche­chi­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums.

Wei­te­re Links mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu NAC, GRU und zur rus­si­schen Hacker-Grup­pe APT28, zum chi­ne­si­schen Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit und zur chi­ne­si­schen Hacker-Grup­pe APT31 sowie zu Hybri­der Kriegs­füh­rung und „Advan­ced Per­sis­tent Thre­at“ fin­den Sie auf unse­rer Sei­te: “Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen Cyber-Angrif­fe”

Territorial Hub: gemeinsames Lage- und Führungsnetz für Deutschlands Gesamtverteidigung

Das Pro­jekt „Ter­ri­to­ri­al Hub“ (Ter­rHub) soll für das Ope­ra­ti­ve Füh­rungs­kom­man­do der Bun­des­wehr (OpFüK­doBw) des­sen Füh­rungs­fä­hig­keit bei der Gesamt­ver­tei­di­gung Deutsch­lands sowie der NATO durch die res­sort- und orga­ni­sa­ti­ons­über­grei­fen­de Ver­net­zung aller an der zivi­len und mili­tä­ri­schen Ver­tei­di­gung betei­lig­ten staat­li­chen, zivi­len und mili­tä­ri­schen Stel­len mit­tels Schaf­fung einer für alle Betei­lig­ten zugäng­li­chen, gemein­sa­men digi­ta­len Platt­form stär­ken. Dabei sind eine effek­ti­ve und siche­re Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung sowie ein medi­en­bruch­frei­er, durch­gän­gi­ger und siche­rer Infor­ma­ti­ons­aus­tausch essen­ti­ell, um schnel­le und fun­dier­te Ent­schei­dun­gen in Frie­den, Kri­se und Krieg zu tref­fen. Die info­das GmbH bringt dazu ihre Exper­ti­se aus der Cyber- und IT-Sicher­heit bei der Infor­ma­ti­ons­über­tra­gung in sen­si­blen Netz­wer­ken ein, wäh­rend die Tra­ver­sals GmbH essen­ti­el­le Echt­zeit-Daten zur prä­zi­sen und aktu­el­len Beur­tei­lung der Gesamt­la­ge bereit­stellt.
Lesen Sie hier eini­ge Inter­net-Mel­dun­gen dazu.

suv.report: Ter­ri­to­ri­al Hub: gemein­sa­mes Lage- und Füh­rungs­netz für Deutsch­lands Gesamt­ver­tei­di­gung
Hartpunkt.de: Tra­ver­sals und info­das betei­li­gen sich am Bun­des­wehr-Pro­jekt Ter­rHub
ES&T: Tra­ver­sals und info­das arbei­ten gemein­sam am Bun­des­wehr-Pro­jekt Ter­rHub
infodas.com: Tra­ver­sals und info­das brin­gen ihre Exper­ti­se in das Bun­des­wehr-Pro­jekt Ter­rHub ein

Ergän­zend hier­zu zur Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on die Kurz­fas­sung eines HHK-Arti­kel zum Ter­rHub

Der miFAP von RUAG: Brückentechnologie für multinationale Einsatzkommunikation

In einer zuneh­mend ver­netz­ten und kom­ple­xen Ein­satz­welt ist die Fähig­keit zur siche­ren und zuver­läs­si­gen Kom­mu­ni­ka­ti­on über unter­schied­li­che Sys­te­me hin­weg von zen­tra­ler Bedeu­tung. Genau hier setzt der mul­ti­na­tio­na­le inter­ope­ra­ble Funk­an­schalt­punkt (miFAP) von RUAG an. Der miFAP ist ein hoch­mo­der­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kno­ten­punkt, der es ermög­licht, ver­schie­dens­te ana­lo­ge und digi­ta­le Funk­sys­te­me sowie VoIP-Netz­wer­ke mit­ein­an­der zu ver­bin­den – unab­hän­gig von Her­stel­ler, Gene­ra­ti­on oder Tech­no­lo­gie.

Lesen Sie dazu bei cpm DEFENCE-NETWORK/RUAG: Der miFAP von RUAG: Brü­cken­tech­no­lo­gie für mul­ti­na­tio­na­le Ein­satz­kom­mu­ni­ka­ti­on

Ergän­zend hier­zu auch bei Hartpunkt.de: RUAG lie­fert con­tai­ne­ri­sier­te miFAP-Sys­te­me an die Bun­des­wehr
cpm DEFENCE NETWORK: RUAG erhält Auf­trag für die miFAP-Sys­te­me der Bun­des­wehr
RUAG: RUAG erhält Auf­trag für die Lie­fe­rung con­tai­ne­ri­sier­ter miFAP-Sys­te­me

AFCEA Fachausstellung 2025

Am 27. und 28. Mai fand im World Con­fe­rence Cen­ter Bonn (WCCB) mit der AFCEA-Fach­aus­stel­lung 2025 zum 38. Mal eine der wich­tigs­ten deut­schen IT-Mes­sen für Ver­tei­di­gung und Sicher­heit statt, bei der rund 280 Aus­stel­ler und knapp 8.000 Fach­gäs­te Wege zu mehr tech­no­lo­gi­scher Sou­ve­rä­ni­tät und Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit dis­ku­tier­ten.

Fin­den Sie die Infor­ma­tio­nen zur Aus­stel­lung auf unse­rer Sei­te: „AFCEA 2025 – Hei­mat von High­tech“ 

Elektromagnetische Kriegsführung aus der Luft im Praxistest

Das Pro­jekt „Luft­ge­stütz­te Wir­kung im Elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trum“ (LuWES) soll den Streit­kräf­ten elek­tro­ma­gne­ti­schen Schutz aus der Luft bie­ten und wird dazu ein „Sys­tem of Sys­tems“ bil­den, das aus kom­ple­men­tä­ren sowie modu­la­ren Sub­sys­te­men besteht.
Der „Stand-off“-Störsender arbei­tet aus gro­ßer Ent­fer­nung und ermög­licht es, feind­li­che Radar- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me außer­halb ihrer direk­ten Reich­wei­te zu stö­ren.
Der Begleitstö­rer arbei­tet zusam­men mit bemann­ten Mis­si­ons­platt­for­men. Er schützt die­se aktiv in feind­li­chem Gebiet, indem er feind­li­che Radar- und Rake­ten­sys­te­me kon­ti­nu­ier­lich stört.
Der „Stand-in“-Störer dringt direkt in die Wir­kungs­reich­wei­te des Fein­des ein.

Fin­den Sie hier eini­ge Links zu Inter­net-Mel­dun­gen/-Berich­ten über den Sach­stand beim Pro­jekt „Luft­ge­stütz­te Wir­kung im Elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trum“ (LuWES)“

ES&T: Elek­tro­ma­gne­ti­sche Kriegs­füh­rung aus der Luft im Pra­xis­test
Hartpunkt.de: LuWES: Unter­neh­men zei­gen bei Live-Demo elek­tro­ma­gne­ti­schen Kampf aus der Luft
und Air­bor­ne Elec­tro­ma­gne­tic Attack – Pro­jekt LuWES vor dem nächs­ten Mei­len­stein
sowie Über­ra­schen­de Wen­de im Pro­jekt LuWES
ARMADA: Clouds and Car­ri­ers for LUWES

„Künstliche Intelligenz (KI) und KI-Anwendungen – was ist das?”

Kön­nen Sie wis­sen, ob die­sen Arti­kel ein Mensch geschrie­ben hat oder nicht bereits eine Maschi­ne ? Spielt es eine Rol­le für Sie ? Die Mög­lich­keit allein gibt einen Vor­ge­schmack auf die Wel­le, die nach Mus­ta­fa Suley­mans 2024 „The Coming Wave: Künst­li­che Intel­li­genz, Macht und das größ­te Dilem­ma des 21. Jahr­hun­derts” auf die Mensch­heit zurollt.

Lesen Sie den Arti­kel von Oberst­leut­nant i.G. Maxi­mi­li­an Har­hau­sen auf unse­rer Sei­te: “Künst­li­che Intel­li­genz (KI) und KI-Anwen­dun­gen — was ist das?”

Auf unsichtbarer Mission: Wie offensive Cyberoperationen ablaufen

Eine dün­ne Staub­schicht bedeckt den Boden des Ser­ver­raums. Bis auf das Sur­ren der Lüf­ter scheint es fried­lich. Nie­mand, der den Raum betritt, ahnt, dass hier gera­de eine hoch spe­zia­li­sier­te mili­tä­ri­sche Ope­ra­ti­on statt­fin­det. Das Ein­drin­gen in frem­de Sys­te­me, weit­hin als „Hacken“ bekannt, nennt sich in der Bun­des­wehr Offen­si­ve Cyber­ope­ra­ti­on.

Lesen Sie dazu bei PIZ CIR: “Hack­ing“ bei der Bun­des­wehr -
Auf unsicht­ba­rer Mis­si­on: Wie offen­si­ve Cyber­ope­ra­tio­nen ablau­fen

Ergän­zend dazu:
Bundeswehr.de: Zen­trum Cyber-Ope­ra­tio­nen: Ein­bli­cke ins Herz der offen­si­ven Cyber­kräf­te der Bun­des­wehr
und Cyber­ope­ra­teu­re im Fokus: Drei Fra­gen an einen Hacker der Bun­des­wehr
sowie bei Signal (eng­lisch): Good and Bad Hackers: Dif­fe­rent Sides of the Same Coin