Lesen Sie hier einige entsprechende Meldungen und Berichte dazu sowie unsere FmR-Webpage zum Thema “Flottendienstboote:
Bundeswehr.de: Informationsgewinnung auf See: Vier neue Flottendienstboote für bessere Aufklärungsergebnisse
Augengeradeaus.net: Pistorius kündigt viertes Flottendienstboot an
Hartpunkt.de: Verteidigungsministerium will zusätzliches Flottendienstboot beschaffen
Defence-Network.com: Kiellegung des 3. Flottendienstbootes: Pistorius stellte Beschaffung eines 4. Bootes in Aussicht
suv.report: Peene-Werft vor Auftragslücke – Pistorius stellt viertes Flottendienstboot in Aussicht
Ergänzend dazu auf unserer FmR-Webpage zum Thema “Flottendienstboote”
Anmerkungen der Redaktion:
So erfreulich die vorzeitige Kiellegung für das dritte neue Flottendienstboot insbesondere für die TSK CIR ist, um so bedauerlicher ist es, dass die Indienststellung des ersten Flottendienstbootes nun jedoch erst ab 2029 erfolgen soll — zwei Jahre später als ursprünglich geplant sowie bei inzwischen um ca. 1 Mrd. € gestiegenen Gesamtkosten.
Auffällig ist zudem, dass ein viertes Flottendienstboot zwar bereits im Fähigkeitsprofil der Bundeswehr gefordert war und auch VAdm Dr. Daum Bedarf für ein zusätzliches Boot über die bislang drei geplanten hinaus deutlich gemacht haben soll, aber dass noch im Mai 2025 vorgestellten „Kurs Marine 2025“ nur von drei Flottendienstbooten ab 2035 die Rede war — wie auch in der bisherigen Projektplanung.
Ein viertes Flottendienstboot erhöht zwar grundsätzlich die Kapazität zur seegestützten Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung — vorbehaltlich auch eines entsprechenden Personalaufwuches, insbesondere beim dazugehörigen CIR-Personal, um aber durchhaltefähig längerfristig tatsächlich in zwei Einsatzgebieten aufzuklären zu können, müssten jedoch noch zwei weitere Flottendienstboote beschafft werden, um so über insgesamt sechs zu verfügen — zwei im Einsatz, zwei in der Einsatznachbereitung und zwei in der Werft zur Instandhaltung sowie Modernisierung .
Insofern scheint es sich bei der nun angekündigten geplanten Beschaffung eines vierten Flottendienstbootes wohl zunächst eher nur um eine Teilkompensation für die nach Abbruch des Projekts “F126” weggefallenen Bauaufträge zu handeln, um so auch ab Mitte 2027 Werftkapazitäten mit ca. 400 Arbeitsplätzen zu erhalten.