Verleihung von General-Fellgiebel-Preis 2025 an drei Soldaten der Stabs- und Fernmeldekompanie von Gebirgsjägerbrigade 23 (St/FmKp GebJgBrig 23)

Am 16. Janu­ar 2026 hän­dig­te Bri­ga­de­ge­ne­ral Rai­ner Simon, Stell­ver­tre­ten­der Abtei­lungs­lei­ter „Ope­ra­tio­nen“ im Kom­man­do Cyber- und Infor­ma­ti­ons­raum sowie J6 der Bun­des­wehr, in Bad Rei­chen­hall bei einem Antre­ten der St/FmKp GebJg­Brig 23 die Urkun­de zum Gene­ral-Fell­gie­bel-Preis 2025 an Ober­leut­nant René S., Ober­stabs­feld­we­bel Dirk S. und Haupt­feld­we­bel Richard M. aus. 

Bri­ga­de­ge­ne­ral Rai­ner Simon

Ober­leut­nant Rene S., Ober­stabs­feld­we­bel Dirk S. und Haupt­feld­we­bel Richard M. ent­wi­ckel­ten unter tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung durch St/FmKp GebJg­Brig 23 einen Rüst­satz zur Inte­gra­ti­on des Kleinst­netz­werks in den Gefechts­stand­trupp BV206 S, das dann erfolg­reich in das über­ge­ord­ne­te „Mis­si­on Net­work“ der Bri­ga­de ein­ge­bun­den wur­de – und damit die Füh­rungs­fä­hig­keit unter extre­men Bedin­gun­gen erheb­lich ver­bes­sert.

Infor­ma­ti­ons­tech­nik unter Extrem­be­din­gun­gen

Beson­ders ins Gewicht bei der Bewer­tung der Leis­tung fiel die Berück­sich­ti­gung der kli­ma­ti­schen und topo­gra­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen: Die Lösung muss­te beim Ein­satz in alpi­nen und ark­ti­schen Regio­nen funk­tio­nie­ren – bei Tem­pe­ra­tu­ren unter ‑30 °C, hoher Luft­feuch­tig­keit und insta­bi­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­din­gun­gen.
Die­sen Bedin­gun­gen zum Trotz zeich­net sich der ent­wi­ckel­te Rüst­satz durch kur­ze Auf­bau­zei­ten, Mobi­li­tät, Unab­hän­gig­keit vom Infra­struk­tur­sys­tem und naht­lo­se Ver­net­zung mit ande­ren Füh­rungs­ein­rich­tun­gen aus – eine ech­te „Plug-and-Play“-Lösung für den tak­ti­schen Ein­satz.

In sei­ner Anspra­che im Rah­men der Preis­ver­lei­hung beton­te Bri­ga­de­ge­ne­ral Simon die her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen der aus­zu­zeich­nen­den Sol­da­ten sowie, daß sol­che Leis­tun­gen dann und dort mög­lich sei­en „wo der Geist der Trup­pe stimmt, wo man sich unter­stützt, für­ein­an­der ein­steht und Ideen nicht wegen Pro­ble­men ablehnt, son­dern Her­aus­for­de­run­gen sieht und die­se annimmt.“

Aus­hän­di­gung der Urkun­de zum Gene­ral-Fell­gie­bel-Preis 2025 – v.l.n.r.: Bri­ga­de­ge­ne­ral Simon, Major Mar­kus Scheel – Kom­pa­nie­chef der St/FmKp GebJg­Brig 23Ober­leut­nant René S., Ober­stabs­feld­we­bel Dirk S. und Haupt­feld­we­bel Richard M.; Bild: GebJg­Brig 23/HptGefr Kor­bi­ni­an V.

Fort­schritt aus der Trup­pe her­aus

In einer Zeit, in der tech­ni­sche Inno­va­ti­on oft als teu­er, kom­plex oder büro­kra­tisch gehemmt wird, bewie­sen die Aus­ge­zeich­ne­ten: Es geht auch anders. Mit Eigen­in­itia­ti­ve, tech­ni­schem Geschick und uner­schüt­ter­li­chem Enga­ge­ment schu­fen sie nicht nur eine funk­tio­nie­ren­de tech­ni­sche Lösung, sie ent­wi­ckel­ten auch ers­te tak­ti­sche Ein­satz­grund­sät­ze und leg­ten die Grund­la­gen für einen nach­hal­ti­gen Betrieb.

Ihr Pro­jekt stärkt die Füh­rungs­re­si­li­enz der Gebirgs­jä­ger­bri­ga­de 23 – und lie­fert zugleich einen leben­di­gen Leit­fa­den für die gesam­te Infor­ma­ti­ons­tech­nik- und Fern­mel­de­trup­pe der Bun­des­wehr. Mit die­sem Erfolg machen die drei Sol­da­ten und ihre Kom­pa­nie sicht­bar, was die „Zei­ten­wen­de“ kon­kret bedeu­tet: Eigen­ver­ant­wor­tung, Ent­schlos­sen­heit und Fort­schritt, der von unten kommt – aus der Trup­pe her­aus. 

Ihre Leis­tung ist des­halb nicht nur preis­wür­dig – sie ist rich­tungs­wei­send!

Namens­ge­ber: Gene­ral der Nach­rich­ten­trup­pe Erich Fell­gie­bel

Als Gene­ral der Wehr­macht sowie Ange­hö­ri­ger der Grup­pe um Oberst Claus Schenk Graf von Stauf­fen­berg war Gen­Nach­rTr Fell­gie­bel maß­geb­lich am Atten­tat vom 20. Juli 1944 auf Hit­ler betei­ligt und war dadurch eine der zen­tra­len Per­sön­lich­kei­ten des mili­tä­ri­schen Wider­stands gegen das NS-Regime.
Die Per­sön­lich­keit und das Wir­ken des Gene­rals der Nach­rich­ten­trup­pe (Gen­Nach­rTr) Erich Fell­gie­bel ver­kör­pern bei­spiel­haft die cha­rak­ter­li­chen sowie sol­da­ti­schen Qua­li­tä­ten, die – damals wie heu­te – ihre Bedeu­tung für die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten haben, wel­che heu­te in den Berei­chen Fern­mel­de- sowie Infor­ma­ti­ons­tech­nik­trup­pe, Füh­rungs­diens­te, Infor­ma­ti­ons­tech­nik und Füh­rungs­un­ter­stüt­zung tätig sind. 
Der bereits seit 1976 ver­lie­he­ne Gene­ral-Fell­gie­bel-Preis wird des­halb seit 2014 für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen und Ver­diens­te in die­sen Berei­chen ver­lie­hen. Seit der Auf­stel­lung der Teil­streit­kraft „Cyber- und Infor­ma­ti­ons­raum“ (TSK CIR) liegt die Ver­ant­wor­tung hier­für beim Inspek­teur der TSK CIR, der die jähr­li­che Aus­wahl und Ver­lei­hung auf den J6 der Bun­des­wehr dele­giert hat.

Autor: Bri­ga­de­ge­ne­ral Rai­ner Simon ist Stell­ver­tre­ten­der Abtei­lungs­lei­ter „Ope­ra­tio­nen“ im Kom­man­do Cyber- und Infor­ma­ti­ons­raum sowie J6 der Bun­des­wehr.


Hin­wei­se der Redak­ti­on
Grund­la­ge die­ses Kurz­be­richts ist der durch das Pres­se- und Infor­ma­ti­ons­zen­trum der TSK CIR frei­ge­ge­be­ne Text, der 
redak­tio­nell etwas umge­stellt, z.T. ergänzt und über­ar­bei­tet wur­de.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Gen­Nach­rTr Fell­gie­bel sind auf der Web­site des Fern­mel­de­rings unter “Gene­ral der Nach­rich­ten­trup­pe Erich Fell­gie­bel” zu fin­den. Hier­bei ist ins­be­son­de­re das durch Aus­bZ CIR pro­du­zier­te “Video über Gen­Nach­rTr Fell­gie­bel” zu emp­feh­len.