Am 18. Juni 2026 wurde FmBtl 610 – der am längsten bestehende Fernmeldetruppenteil des Heeres – im Rahmen eines Feierlichen Gelöbnisses in der Uckermark-Kaserne in Prenzlau für seine Traditionspflege, sein soldatisches Selbstverständnis und seine Wertevermittlung durch den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, und den Vorstandsvorsitzenden der General-Kießling-Stiftung, Generalleutnant a.D. Rainer Korff mit dem General-Kießling-Preis 2026 ausgezeichnet.

Generalleutnant Dr. Freuding mit Oberstleutnant Riedel und Generalleutnant a.D. Rainer Korff nach der Preisverleihung,
Bild: Bundeswehr
Übergeben wurde diese, erstmals an einen Fernmeldetruppenteil des Heeres verliehene hohe Auszeichnung im Beisein vieler Gäste – u.a. auch des polnischen Kommandeurs des Multinationalen Korps Nordost, Generalleutnant Dariusz Parylak – an den Bataillonskommandeur von Fernmeldebataillon 610, Oberstleutnant Philipp Riedel.
Die General-Kießling-Stiftung wurde 2008 von General a.D. Dr. Günter Kießling (1925 — 2009) – zuletzt Stellvertretender Oberster Alliierter Befehlshaber in Europa (DSACEUR) – gegründet: Zweck der Stiftung ist die Förderung der Traditionspflege des Deutschen Heeres unter besonderer Berücksichtigung der bundeswehreigenen Tradition und die Stärkung der soldatischen Gemeinschaft auf Bataillonsebene.
Der noch zu Lebzeiten des Stifters entworfene und seit 2010 vergebene Preis besteht in seinem Kern aus einer Bronzemedaille, welche die Front eines historischen Gebäudes der Offizierschule des Heeres (OSH) mit dem Schulwappen abbildet. Darunter steht der Schriftzug „In Anerkennung der Verdienste um die Traditionspflege im Deutschen Heer“. Der Rand der Medaille weist den Schriftzug „Jahrespreis General — Kießling — Stiftung“ auf. Unter der Medaille befindet sich eine Messingplakette mit der eingravierten Bezeichnung des jeweiligen Preisträgers, dem Standort und der Jahreszahl der Verleihung. Medaille und Plakette sind eingebettet in eine grüne Samteinlage und einen Holzrahmen.

General-Kießling-Preis 2026
Bild: Bundeswehr
Neben Verbänden und Einzelpersonen können auch Arbeiten und Aufsätze, die sich der Thematik des Stiftungszwecks annehmen, mit dem General-Kießling-Preis ausgezeichnet werden, ebenso wie Projekte, Veranstaltungen und Seminare.
Für das Jahr 2026 wurde durch den Stiftungsrat und den Inspekteur des Heeres das Fernmeldebataillon 610 als Preisträger ausgewählt: Als das älteste Fernmeldebataillon des Deutschen Heeres stehe es sinnbildlich für ein werte- und normenorientiertes Selbstverständnis des Heeres, wobei es auf eine ununterbrochene militärische Geschichte von 66 Jahren zurückgreift.
Finden Sie ergänzend
- eine Meldung des „Nordkuriers“ vom 19. Juni 2026:
Schwur hinter dem Kasernentor: Sie wollen der BRD treu als Soldaten dienen - die Webseite der General-Kießling-Stiftung
- den Wikipedia-Eintrag zu General a.D. Dr. Günter Kießling
- die Webseite des FmBtl 610
- die Webseite zur Regionalen Ausstellung des FmBtl 610