Verabschiedung des EloKa-Kontingents für die CIR-Mission “VIGILANT OWL II/2026” in Litauen — In Anwesenheit von Ehrengästen aus Politik und Militär — u.a. des hessischen Innenministers Roman Poseck, der Frankenberger Bürgermeisterin Barbara Eckes sowie des Kommandeurs der EloKa-Truppen, Oberst Markus M. — und zivilen Besuchern sind am 21. Oktober 2026 bei einem feierlichen Appell auf dem historischen Frankenberger Obermarkt 145 Soldatinnen sowie Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 (EloKaBtl 932) zur CIR-Mission “VIGILANT OWL II/2026” (VIGO II/2026) bis 7. Dezember 2026 nach Litauen verabschiedet worden.
Lesen Sie dazu hier die Meldung der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA): 145 Frankenberger Soldaten für Nato-Mission nach Litauen
Ergänzende Informationen zur CIR-Mission “VIGILANT OWL” finden Sie hier: “NATO-Ostgrenze – Schutzauftrag im elektromagnetischen Umfeld” und “Elektronische Kampfführung: Überwachung des elektromagnetischen Spektrums in Litauen”
Anmerkungen der Redaktion:
Der Anteil von EloKaBtl 932 an dieser Mission liegt damit deutlich höher als im Frühsommer diesen Jahres, als 40 seiner Soldatinnen und Soldaten bei der CIR-Mission “VIGILANT OWL I/2026” in Litauen eingesetzt waren.
Erkundungen für VIGO II/2026 hatten bereits seit Ende Juli stattgefunden.
Im Rahmen von VIGO II/2026 sollen zusammen mit den litauischen Partnern viele Punkte überprüft werden — etwa, wie überdehnte Flanken gemeinsam mit der Heeresaufklärungstruppe überwacht werden können, dass Antennenhöhen über 40 Meter tiefer ins Feindesland blicken lassen sowie dass Transportroboter und Drohnen gebraucht werden, um Antennen sowie Sensorik zu verlegen. EloKaBtl 932 als „Bataillon der Ostflanke“ will sich dabei mit deutlich mehr Personal, neuer Sensorik, neuen Gefechtsstandkonzepten und Fernmeldeverbindungen einbringen.
Mit der ersten Anerkannten CIR-Mission “VIGILANT OWL” (VIGO) unterstützt die TSK CIR — tief integriert mit litauischen EloKa-Kräften der 1. Litauischen Division — entlang der litauischen Grenze zu Weißrussland sowie zum Oblast Kaliningrad Übungen der PzBrig 45 “Litauen”, leistet damit zugleich einen Beitrag zu den NATO-Maßnahmen zum Schutz ihrer Ostflanke und trägt auch zur Verdichtung des Lagebildes für die litauischen Streitkräfte bei.
Für die kommenden Jahre soll mit weiteren Anpassungen von “VIGO” zu rechnen sein: Erwartbar seien eine dichtere sensorische Überwachung, ein stärker integriertes Zusammenwirken von NATO-Luftverteidigung, “Counter-UAS”, Cyber- sowie EloKpf-Kräften und kürzere Reaktionszeiten bei Vorfällen. Auch der Schutz kritischer Infrastruktur, die Abwehr hybrider Sabotage sowie die Fähigkeit, in einem gestörten oder teilverweigerten Informations- und Kommunikationsraum handlungsfähig zu bleiben, werden wohl weiter an Gewicht gewinnen.
Dabei wird auch die Zusammenarbeit mit weiteren Kräften in anderen baltischen Staaten mittelfristig entscheidend sein.
“VIGO” wird sich daher weiter wandeln sowie auch die Übung Quadriga 2027 schützen.