Titel erfolgreich verteidigt – AusbZ CIR überzeugt erneut beim 42. Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampf

Am 4. Juli 2026 stell­ten sich zwei Teams des Aus­bil­dungs­zen­trums CIR erneut einer der anspruchs­volls­ten mili­tä­ri­schen Wett­kampf­ver­an­stal­tun­gen in Deutsch­land, dem 42. Inter­na­tio­na­len Mön­chen­glad­ba­cher Mili­tär­wett­kampf (IMM), orga­ni­siert von der Kreis­grup­pe Nie­der­rhein im Ver­band der Reser­vis­ten der Deut­schen Bun­des­wehr. Ins­ge­samt 38 Mann­schaf­ten aus dem In- und Aus­land gin­gen an den Start sowie muss­ten auf einer rund 21 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke ihre kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit, mili­tä­ri­schen Fer­tig­kei­ten und vor allem ihren Team­geist unter Beweis stel­len.

Haupt­feld­we­bel San­dra T.

Team 1 von Aus­bZ CIR nach der Sie­ger­eh­rung, 
Bild: Stabs­un­ter­of­fi­zier Fran­zis­ka D.

Das Aus­bZ CIR war als Titel­ver­tei­di­ger sowie regel­mä­ßi­ger Podi­ums­plat­zier­ter erneut mit zwei Mann­schaf­ten ver­tre­ten – und knüpf­te ein­drucks­voll an die Erfol­ge der ver­gan­ge­nen Jah­re an. Team 1 um Haupt­mann Marc H., gemein­sam mit Haupt­mann Debo­rah W., Ober­stabs­feld­we­bel Mar­kus E. sowie Ober­feld­we­bel Alex­an­der J. (kom­man­diert von der Stabs­fern­mel­de­kom­pa­nie der Gebirgs­jä­ger­bri­ga­de 23) sicher­te sich mit einer her­aus­ra­gen­den Gesamt­leis­tung erneut den Gesamt­sieg und den ers­ten Platz in der Wer­tung „Bes­te deut­sche Sol­da­ten und Reser­vis­ten“.

Auch Team 2 fei­er­te einen beacht­li­chen Erfolg: Haupt­feld­we­bel San­dra T., Stabs­un­ter­of­fi­zier Fran­zis­ka D. (kom­man­diert vom Pan­zer­ba­tail­lon 203) sowie ihre Team­ka­me­ra­den aus THW, Frei­wil­li­ger Feu­er­wehr sowie der Reser­ve meis­ter­ten ihren ers­ten gemein­sa­men mili­tä­ri­schen Wett­kampf mit Bra­vour. Sie erreich­ten den 10. Platz in der Wer­tung „Bes­te deut­sche Sol­da­ten und Reser­vis­ten“ und beleg­ten Rang 28 im Gesamt­klas­se­ment.

Bereits ab 06:30 Uhr gin­gen die ins­ge­samt 38 Teams im Sechs-Minu­ten-Takt auf die Stre­cke: Für die bei­den Mann­schaf­ten des Aus­bZ CIR fiel der Start­schuss um 07:00 Uhr. Was folg­te, war ein for­dern­der Wett­kampf mit zehn abwechs­lungs­rei­chen Sta­tio­nen, die den Teil­neh­men­den alles abver­lang­ten – von Ori­en­tie­rung sowie Schieß­fer­tig­keit über sani­täts­dienst­li­che Fähig­kei­ten bis hin zu anspruchs­vol­len Hin­der­nis­sen, Ver­wun­de­ten­trans­por­ten und Schlauch­boot­fahr­ten.

Im fol­gen­den Bericht neh­men wir Sie mit auf die Stre­cke sowie stel­len die ein­zel­nen Sta­tio­nen des dies­jäh­ri­gen Wett­kampfs näher vor.

Die Wettkampfstationen im Überblick

Sta­ti­on I – Natio­na­li­tät von Luft­fahr­zeu­gen erken­nen

Bereits nach rund 1,5 Kilo­me­tern war­te­te die ers­te Her­aus­for­de­rung: Inner­halb eines fest­ge­leg­ten Zeit­fens­ters muss­ten die Teams rund 30 ver­schie­de­ne Luft­fahr­zeu­ge den jewei­li­gen Natio­nen zuord­nen. Neben Fach­wis­sen waren hier vor allem Kon­zen­tra­ti­on und schnel­les Ent­schei­den gefragt.

Sta­ti­on II – Ret­ten und Ber­gen

An der zwei­ten Sta­ti­on stand Team­ar­beit im Mit­tel­punkt: Ein „Dum­my“ muss­te zu viert durch ein rund zehn Meter lan­ges Gleit­hin­der­nis trans­por­tiert sowie anschlie­ßend schnellst­mög­lich zum Aus­gangs­punkt zurück­ge­bracht wer­den. Nur eine gute Abstim­mung, Kraft und Tem­po führ­ten hier zu einer star­ken Zeit.

Sta­ti­on III – Übungs­hand­gra­na­ten­wurf

Nach dem Über­win­den eines Gleit­hin­der­nis­ses galt es, mit Übungs­hand­gra­na­ten eine simu­lier­te Haus­fas­sa­de zu tref­fen: Je nach Ziel – Haus­tür, Fens­ter oder Kel­ler­fens­ter – wur­den unter­schied­lich vie­le Punk­te ver­ge­ben, Prä­zi­si­on war hier ent­schei­dend.

Ori­en­tie­rungs­marsch

Zwi­schen Sta­ti­on 3 sowie 4 muss­ten die Teams einen Ori­en­tie­rungs­marsch absol­vie­ren: Start- und Ziel­punkt waren auf einer Kar­te vor­ge­ge­ben, die Stre­cken­wahl blieb jedoch den Mann­schaf­ten über­las­sen. Dadurch waren nicht nur Aus­dau­er sowie Schnel­lig­keit gefragt, son­dern auch tak­ti­sches Den­ken und eine cle­ve­re Rou­ten­pla­nung – wer den kür­zes­ten sowie schnells­ten Weg fand, konn­te wert­vol­le Zeit gewin­nen.

Sta­ti­on IV – Schieß­stand

Am Schieß­stand „Hahn“ erhiel­ten alle Teil­neh­men­den zunächst eine Ein­wei­sung in die Waf­fen P8 und G36: Anschlie­ßend galt es, auf 25 Meter mög­lichst vie­le Rin­ge zu erzie­len. Die Teams muss­ten selbst ent­schei­den, wel­che bei­den Mit­glie­der mit der Pis­to­le sowie wel­che mit dem Gewehr antre­ten – Kon­zen­tra­ti­on und Prä­zi­si­on waren hier der Schlüs­sel zum Erfolg.

Sta­ti­on V – Schlauch­boot

Bei som­mer­li­chen 28 Grad sorg­te die fünf­te Sta­ti­on zunächst für etwas Abwechs­lung: Doch statt einer ent­spann­ten Boots­fahrt ent­wi­ckel­te sich auf dem Rheyd­ter Stadt­wei­her ein Ren­nen gegen die Zeit. Gemein­sam muss­te eine Insel umrun­det wer­den. Erst als das letz­te Team­mit­glied das Boot ver­las­sen hat­te, wur­de die Zeit gestoppt.

Sta­ti­on VI – Ver­wun­de­ten­trans­port

Direkt im Anschluss war­te­te der „Mon­te Cla­mot­te“: Auf einer pro­vi­so­ri­schen Tra­ge muss­te ein rund 50 Kilo­gramm schwe­rer Ver­wun­de­ter über eine etwa 150 Meter lan­ge Stei­gung trans­por­tiert wer­den – Kraft, Aus­dau­er sowie per­fek­te Zusam­men­ar­beit ent­schie­den über das Ergeb­nis.

Sta­ti­on VII – Hin­der­nis­bahn

Auf dem Gelän­de des THW stan­den Kraft, Geschick­lich­keit und Aus­dau­er im Fokus: Ziel war es, den Hin­der­nis­par­cours mög­lichst schnell sowie feh­ler­frei als Team zu absol­vie­ren – jede Sekun­de floss in die Gesamt­wer­tung ein.

Sta­ti­on VIII – Ers­te Hil­fe

Eben­falls auf dem THW-Gelän­de erwar­te­ten die Teil­neh­men­den zwei rea­li­täts­na­he Ein­satz­sze­na­ri­en: Mit auf­wen­dig geschmink­ten Ver­let­zun­gen, einem ver­un­fall­ten Fahr­zeug und künst­li­chem Rauch ent­stand eine beein­dru­ckend authen­ti­sche Ein­satz­la­ge.
Im ers­ten Sze­na­rio muss­ten Ver­letz­te nach einem Ver­kehrs­un­fall schnell sowie sicher geret­tet wer­den. Im zwei­ten stand die Ver­sor­gung und Ber­gung ver­letz­ter Per­so­nen unter einer ange­nom­me­nen IED-Bedro­hung im Mit­tel­punkt – neben einer schnel­len Ret­tung spiel­te dabei ins­be­son­de­re die Eigen­si­che­rung eine ent­schei­den­de Rol­le.
In bei­den Sze­na­ri­en waren eine struk­tu­rier­te Lage­be­ur­tei­lung, fach­ge­rech­te Ers­te Hil­fe sowie eine koor­di­nier­te Zusam­men­ar­beit inner­halb des Teams gefragt. Nach dem Ver­las­sen des THW-Gelän­des war allen klar: Das Ziel rück­te näher. Den­noch lagen noch zwei anspruchs­vol­le Sta­tio­nen und ein wei­te­rer Ori­en­tie­rungs­marsch vor ihnen.

Sta­ti­on IX – Sani­täts­dienst­li­ches Basis­wis­sen 

In den „Ayr­shire Bar­racks“ war medi­zi­ni­sches Grund­wis­sen gefragt: Dafür teil­ten sich die Teams in zwei Grup­pen auf. Wäh­rend eine Grup­pe theo­re­ti­sche Auf­ga­ben lösen muss­te – dar­un­ter das feh­ler­freie Abset­zen eines „Nine-Liners“, ver­schie­de­ne Lage­rungs­ar­ten, Druck­punk­te, Tour­ni­quet-Anwen­dung sowie der rich­ti­ge Ein­satz eines AED, stell­te die zwei­te Grup­pe ihr prak­ti­sches Kön­nen unter Beweis – hier wur­den unter ande­rem die sta­bi­le Sei­ten­la­ge, Kopf- und Druck­ver­bän­de sowie das Anle­gen einer Arm­schlin­ge bewer­tet.

Sta­ti­on X – Seil­steg

Die letz­te Sta­ti­on ver­lang­te den Teil­neh­men­den noch ein­mal alles ab: Ein rund zehn Meter lan­ger Seil­steg muss­te ent­we­der im „Com­man­do Crawl“ oder mit­tels Han­gel­tech­nik über­wun­den wer­den. Gewer­tet wur­de die Gesamt­zeit aller vier Team­mit­glie­der. 

Nach knapp 18 Kilo­me­tern und zehn anspruchs­vol­len Sta­tio­nen war­te­te schließ­lich die letz­te Her­aus­for­de­rung: Ein wei­te­rer Ori­en­tie­rungs­marsch zurück zum Zen­trum Kraft­fahr­we­sen in Mön­chen­glad­bach. Mit einer Län­ge von rund 3,5 Kilo­me­tern for­der­te die­ser Schluss­spurt bei sen­gen­der Mit­tags­hit­ze noch ein­mal die letz­ten Kraft­re­ser­ven.

🦾 Starke Leistungen der Teams des AusbZ CIR 🦾

Im Ziel ange­kom­men, konn­ten die Teams end­lich durch­at­men, sich gegen­sei­tig gra­tu­lie­ren sowie sich stär­ken. Alle Teil­neh­men­den erhiel­ten als Aner­ken­nung ihrer Leis­tung eine Teil­neh­mer­ur­kun­de sowie eine Medail­le.

Team 1 des Aus­bil­dungs­zen­trums CIR unter der Lei­tung von Haupt­mann Marc H. und Haupt­mann Debo­rah W., Ober­stabs­feld­we­bel Mar­kus E. sowie Ober­feld­we­bel Alex­an­der J. (kom­man­diert von der Stabs­fern­mel­de­kom­pa­nie der Gebirgs­jä­ger­bri­ga­de 23) über­zeug­te erneut mit einer her­aus­ra­gen­den Gesamt­leis­tung: Das Team sicher­te sich sowohl den Gesamt­sieg, als auch den ers­ten Platz in der Wer­tung „Deut­sche Sol­da­ten und Reser­vis­ten“.

Auch Team 2 des Aus­bZ CIR zeig­te eine star­ke Leis­tung: Haupt­feld­we­bel San­dra T., Stabs­un­ter­of­fi­zier Fran­zis­ka D. (ehe­mals Leut­nant, kom­man­diert vom Pan­zer­ba­tail­lon 203) und die exter­nen Team­mit­glie­der aus THW, Frei­wil­li­ger Feu­er­wehr sowie der Reser­ve erreich­ten bei ihrer ers­ten Teil­nah­me an einem mili­tä­ri­schen Wett­kampf den 10. Platz in der Wer­tung „Deut­sche Sol­da­ten und Reser­vis­ten“. In der Gesamt­wer­tung beleg­te das Team einen respek­ta­blen 28. Platz.

Rang­lis­te des 42. IMM, Gra­phik: Kreis­grup­pe Nie­der­rhein (Ver­band der Reser­vis­ten der deut­schen Bun­des­wehr) 

Herz­li­chen Glück­wunsch an alle Teil­neh­men­den und Betei­lig­ten zu die­sen her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen ! 💐🏆


Haupt­feld­we­bel San­dra T.
 Ist Ange­hö­ri­ge der Abtei­lung III am Aus­bZ CIR.