Generalleutnant Heico Hübner: Keynote Parlamentarischer Abend Förderkreis Deutsches Heer am 14. April 2026

“Beim Par­la­men­ta­ri­schen Abend des För­der­krei­ses Deut­sches Heer am 14. April 2026 hat Gene­ral­leut­nant Hei­co Hüb­ner, Stell­ver­tre­ten­der Inspek­teur des Hee­res und Kom­man­deur der Mili­tä­ri­schen Grund­or­ga­ni­sa­ti­on, in Ber­lin vor Abge­ord­ne­ten und Ver­tre­tern der Rüs­tungs­in­dus­trie den Weg des Deut­schen Hee­res zur ange­streb­ten Kriegs­tüch­tig­keit bis 2029 dar­ge­legt.

Dabei hat er bei sei­ner Dar­stel­lung der Bedro­hungs­la­ge — abge­lei­tet aus den Ent­wick­lun­gen im rus­si­schen Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne als “Refe­renz­rah­men”, nicht als “Blau­pau­se” — u.a. auch auf die Rol­le des rus­si­schen Funk­elek­tro­ni­schen Kamp­fes (= EloKpf) als Teil der „Rus­si­schen Blu­me des Krie­ges“ hin­ge­wie­sen, wel­che zu einer der prä­gen­den Grö­ßen des Gefechts­felds der Zukunft wür­de. Dar­über hin­aus wür­de “Data-cen­tric War­fa­re” im Zen­trum zukünf­ti­ger Krieg­füh­rung ste­hen — mit Daten als zen­tra­le Res­sour­ce, qua­si als “Muni­ti­on” die­ser Krieg­füh­rung. 

Aus die­ser Lage­ana­ly­se lei­te­te GenLt Hüb­ner u.a. Elek­tro­ni­scher Kampf aller Trup­pen (= “Elek­tro­ni­scher Kampf des Hee­res”) sowie Digi­ta­li­sie­rung und Ein­satz Künst­li­cher Intel­li­genz als zwei Schwer­punk­te von fünf Hand­lungs­fel­dern für das Heer ab.

Neben der engen Zusam­men­ar­beit mit den Elo­Ka-Kräf­ten der TSK CIR gel­te es des­halb auch im Heer auf den unte­ren tak­ti­schen Ebe­nen abge­stuf­te und ergän­zen­de Fähig­kei­ten zum Elek­tro­ni­schen Kampf aller Trup­pen auf­zu­bau­en, um in der Brei­te die eige­ne Füh­rungs­fä­hig­keit zu erhal­ten und Platt­for­men des Hee­res wirk­sam zu schüt­zen.

Bei der Digi­ta­li­sie­rung benann­te GenLt Hüb­ner eini­ge noch vor­han­de­ne Defi­zi­te: Der tech­ni­sche Fort­schritt beim Sys­tem „Digi­ta­li­sie­rung land­ba­sier­ter Ope­ra­tio­nen“ (D‑LBO) sei noch nicht zufrie­den­stel­lend und beein­träch­ti­ge durch­aus die Ein­satz­be­reit­schaft der Trup­pen­tei­le des Hee­res, aber auch neue Gefechts­stand­trupps, ver­le­ge­fä­hi­ge Rechen­zen­tren und LEO-/MEO-Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on wür­den noch feh­len. 

Par­al­lel arbei­te das Heer an der Umset­zung von “Soft­ware Defi­ned Defence” u.a. für einen digi­ta­li­sier­ten Füh­rungs­ver­bund ein­schließ­lich Nut­zung von KI zur Ver­ar­bei­tung von Mas­sen­da­ten, echt­zeit­na­her Daten­aus­wer­tung sowie Ent­schei­dungs­vor­be­rei­tung. Dabei set­ze man auf der Korps- und Divi­si­ons­ebe­ne auf die NATO-Ver­si­on des US-Sys­tems “MAVEN” sowie auf den unte­ren Ebe­nen auf “URANOS KI” und das “Unman­ned Manage­ment und Sys­tem” der Bun­des­wehr sowie Erwei­te­rung des “Batt­le Manage­ment Sys­tem” um zusätz­li­che Funk­tio­na­li­tä­ten.”

Hier die gesam­te Key­note: Stell­ver­tre­ter des Inspek­teurs des Hee­res und Kom­man­deur Mili­tä­ri­sche Grund­or­ga­ni­sa­ti­on Gene­ral­leut­nant Hei­co Hüb­ner beim Par­la­men­ta­ri­scher Abend des För­der­kreis Deut­sches Heer am 14. April 2026

Ergän­zend dazu ein  Kurz­be­richt über die­sen Grund­satz­vor­trag bei suv.report: Gene­ral­leut­nant Hüb­ner skiz­ziert den Pfad zur Kriegs­tüch­tig­keit für das Heer bis 2029