Das „Blinker-Denkmal“ auf dem Landgrafen-Berg bei Jena

Zur Erin­ne­rung an den Ein­satz sowie die Gefal­le­nen der deut­schen „Blin­ker“ im 1. Welt­krieg wur­de am 29. Mai 1921 auf dem Land­gra­fen-Berg bei Jena das „Blin­ker-Denk­mal“ ein­ge­weiht, wel­ches nach dem 2. Welt­krieg „ent­mi­li­ta­ri­siert“ wur­de, wodurch die Zweck­be­stim­mung des ver­blie­be­nen Stein­klot­zes am Ran­de eines sowje­ti­schen Trup­pen­übungs­plat­zes nicht mehr erkenn­bar war: Im Lau­fe der Jahr­zehn­te ver­fiel es mehr und mehr, wur­de von Unter­holz über­wu­chert sowie geriet völ­lig in Ver­ges­sen­heit. Erst ab 1990 konn­te die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena das Ziel ver­fol­gen, die­ses Denk­mal wie­der zugäng­lich zu machen und es dazu in ver­ein­fach­ter Form wie­der­her­zu­stel­len: Aller­dings erfolg­te erst am 17. Novem­ber 2009 die Wie­der­ein­wei­hung des sanier­ten Blin­ker-Denk­mals. Im Mai 2018 ersuch­te die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena dann um die Erlaub­nis, das Denk­mal wie­der weit­ge­hend in den bau­li­chen Ursprungs­zu­stand von 1921 zu ver­set­zen: Das ent­spre­chend ergänz­te Denk­mal wur­de am 29. Mai 2021 zum zwei­ten Mal erneut ein­ge­weiht, genau 100 Jah­re nach der Erst­ein­wei­hung.
Wer aber waren die „Blin­ker“ und war­um wur­de ihr Denk­mal aus­ge­rech­net bei Jena errich­tet ?

Oberst a.D. Uffel­mann

Als „Blin­ker“, aber auch als „Signa­lis­ten“ wur­den vor und im 1. Welt­krieg die Ange­hö­ri­gen der deut­schen Feld­si­gnal­trupps bezeich­net, die mit­tels Licht­si­gnal­ge­rä­ten Mor­se­zei­chen als Licht­blit­ze über­mit­tel­ten, wel­che als wei­te­res Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel der deut­schen Mili­tär­te­le­gra­phie 1889 bei den Eisen­bahn­trup­pen ein­ge­führt wor­den waren, und die dazu zunächst tags­über das Son­nen­licht mit Helio­gra­phen bzw. Spie­gel­te­le­gra­phen sowie nachts Azty­len-Sau­er­stoff- oder Kar­bidlam­pen nutz­ten.

Der Helio­graph mit beweg­li­chen Spie­geln war als ein­satz­fä­hi­ger Licht­si­gnal­ap­pa­rat bereits um 1870 durch den in Indi­en sta­tio­nier­ten eng­li­schen Elek­tro­in­ge­nieur Hen­ry Chris­to­pher Mance auf Grund­la­ge des 1821 durch den deut­schen Mathe­ma­ti­ker Carl Fried­rich Gauß erfun­de­nen „Helio­trops“ — eines Instru­ments für Feld­meß­zwe­cke – ent­wi­ckelt wor­den.

Helio­graph,

Bild: Quel­le 16 

In Deutsch­land waren ers­te Ver­su­che mit Licht­si­gnal­ge­rä­ten zwi­schen 1875 und 1880 durch­ge­führt wor­den, wobei bis dahin kei­ne brauch­ba­ren Lam­pen vor­han­den waren, die an stark bewölk­ten Tagen die Helio­gra­phen erset­zen konn­ten. In den fol­gen­den Jah­ren wur­den des­halb ver­schie­de­ne Ver­su­che unter­nom­men, mit­hil­fe che­misch erzeug­ter Flam­men hell leuch­ten­de Lam­pen zu ent­wi­ckeln, die als Alter­na­ti­ve zum Helio­gra­phen die­nen soll­ten. Die Ergeb­nis­se, wel­che bis zum Ende der 1880er Jah­re erzielt wur­den, waren aller­dings noch kei­nes­falls befrie­di­gend, da ins­be­son­de­re die Reich­wei­te der Lam­pen und die Beweg­lich­keit der Feld­si­gnal­trupps äußerst ein­ge­schränkt waren – trotz­dem schätz­te sie aber die Obers­te Hee­res­lei­tung als durch­aus nütz­lich ein. Zudem wur­de 1889 fest­ge­legt, daß sich die ein­heit­li­che Ver­wen­dung des Mor­se-Alpha­bets am zweck­mä­ßigs­ten erwie­sen hat­te und von nun an stan­dard­mä­ßig in die Aus­bil­dung ein­ge­führt wur­de. 

Bis zur Jahr­hun­dert­wen­de erfolg­ten wei­te­re Erpro­bun­gen, die haupt­säch­lich unter der Fra­ge stan­den, wie man kräf­ti­ge­re künst­li­che Licht­quel­len schaf­fen könn­te. Der Inspek­ti­on der Ver­kehrs­trup­pen war in die­sem Zusam­men­hang der Auf­trag erteilt wor­den, die Män­gel, die in der opti­schen Tele­gra­phie bestan­den, zu besei­ti­gen und einen Feld­si­gnal­trupp zu bil­den, der in stän­di­ger Aus- und Wei­ter­bil­dung zu hal­ten wäre, wes­halb Kon­takt zu Unter­neh­men gesucht wur­de, die bis­her im Licht­si­gnal­we­sen erfolg­reich tätig waren, wobei man vor allem der Suche nach hel­le­ren Licht­quel­len eine beson­de­re Bedeu­tung zumaß. Neben vie­len ande­ren, auch aus­län­di­schen Fir­men trat um das Jahr 1899 in die­sem Zusam­men­hang zum ers­ten Mal die Fir­ma Carl Zeiss aus Jena in Erschei­nung.
Im April 1900 wur­de dabei das soge­nann­te „Knöf­ler-Licht“ erfun­den, das durch ein Gemisch aus Aze­tylen und Sau­er­stoff erzeugt wur­de, wel­ches sehr hell abbrann­te, ohne die bis­he­ri­gen Neben­wir­kun­gen zu zei­gen, die dar­in bestan­den, daß durch das Abbren­nen von Magne­si­um oder durch soge­nann­te „Kalk­lich­ter“ der metal­li­sche Spie­gel sehr schnell blind oder auch sehr heiß wer­den konn­te, was auf Dau­er zu einem zu schnel­len Ver­schleiß der Gerä­te führ­te.

Helio­gra­phen wur­den deut­scher­seits erst­mals 1894 von der Schutz­trup­pe in Deutsch-Ost­afri­ka im Kampf gegen den ein­hei­mi­schen Wider­stand genutzt. An Umfang und Wich­tig­keit stand jedoch ihr Gebrauch auch wäh­rend des Krie­ges in Ost­afri­ka 1905/07 dem Ein­satz in Deutsch-Süd­west­afri­ka weit nach, wo sich bereits seit Anfang 1899 Helio­gra­phen im Übungs­dienst der Schutz­trup­pe in Deutsch-Süd­west­afri­ka nach­wei­sen las­sen. Ab 1901 wur­de die Helio­gra­phie bei der deut­schen Schutz­trup­pe in Deutsch-Ost­afri­ka und in Deutsch-Süd­west­afri­ka dau­er­haft ein­ge­setzt. 

Gute Erfah­run­gen mit Helio­gra­phen im Kriegs­ein­satz sam­mel­te außer­dem das deut­sche Ost­asia­ti­sche Expe­di­ti­ons­korps in Chi­na wäh­rend der Nie­der­schla­gung des „Boxer­auf­stands“ in den Jah­ren 1900 und 1901: Bis zur Ver­le­gung eines Feld­te­le­gra­phen­ka­bels im Okto­ber 1900 unter­hiel­ten die deut­schen Trup­pen eine Licht­si­gnal­ver­bin­dung zwi­schen Tient­sin (heu­te: Tian­jin), einer Hafen­stadt an der Ein­mün­dung des Kai­ser­ka­nals in den Peiho-(auch: Paiho‑, Pai-Ho‑, Bai-He-; heu­te Hai-He-)Fluß, und Tung­tschau (heu­te: Tong­zhou) im Süd­os­ten von Peking, sei­ner Hafen­stadt am Pei­ho-Fluß. 

Von der Korps-Tele­gra­phen­ab­tei­lung des Ost­asia­ti­schen Expe­di­ti­ons­korps in Chi­na errich­te­te Tele­gra­phen- und Helio­gra­phen­li­ni­en,

 Bild: Quel­le 9

Auch die 1. Ost­asia­ti­sche Infan­te­rie-Bri­ga­de unter dem Kom­man­do von Gene­ral­ma­jor Lothar von Tro­tha kom­mu­ni­zier­te wäh­rend der mul­ti­na­tio­na­len Straf­ex­pe­di­ti­on nach Peking per Helio­graph. Unter den Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen für Uni­for­mie­rung, Aus­rüs­tung und Trans­port­mit­tel der deut­schen Sol­da­ten, die der Befehls­ha­ber der deut­schen Trup­pen in Chi­na, Gene­ral­leut­nant Emil von Les­sel, im Janu­ar 1901 an das preu­ßi­sche Kriegs­mi­nis­te­ri­um über­mit­tel­te, war unter ande­rem der Vor­schlag, die nach sei­ner Ansicht her­vor­ra­gen­den bri­ti­schen Signal­mit­tel nach­zu­bau­en.

Im Rah­men der Ver­stär­kung der Schutz­trup­pe für Deutsch-Süd­west­afri­ka (heu­te: Nami­bia) im Früh­jahr 1904 zur Nie­der­schla­gung des „Here­ro-Auf­stands“ wur­de ab Ende April dort­hin u.a. auch eine Feld-Signal­ab­tei­lung mit fünf im Signal­dienst aus­ge­bil­de­ten Offi­zie­ren und drei Unter­of­fi­zie­ren sowie 40 „Feld­si­gna­lis­ten“ zur Ergän­zung der bereits dort vor­han­de­nen sta­tio­nä­ren Funk­stel­len sowie Erwei­te­rung der fes­ten Tele­gra­phen- und Helio­gra­phen­li­ni­en ver­legt, die auch 24 Exem­pla­re des neu­en kom­bi­nier­ten Spie­gel- und Lam­pen­si­gnal­ap­pa­rats vom Typ „C/1902“ mit­brach­te, der für die Schlecht­wet­ter- und Nacht­kom­mu­ni­ka­ti­on im Zusam­men­wir­ken von Tele­gra­phen­ba­tail­lon Nr. 1, Kaval­le­rie-Tele­gra­phen­schu­le und Ver­suchs­ab­tei­lung der Ver­kehrs­trup­pen ent­wi­ckelt wor­den war: Den Auf­trag zur Pro­duk­ti­on hat­te 1903 die Fir­ma Carl Zeiss in Jena erhal­ten; 1904 und 1905 lie­fer­te Carl Zeiss 89 die­ser neu­en Signal­ap­pa­ra­te und 98 Helio­gra­phen. Das neue Feld­si­gnal­ge­rät erzeug­te aus einem Gemisch von Ace­tylen-Gas und Sau­er­stoff mit­hil­fe eines Glüh­plätt­chens aus Tho­ri­um eine Flam­me, die in der Lam­pe optisch ver­stärkt wur­de. Die­ses vom deut­schen Che­mi­ker Oskar Knöf­ler (s.o.) ent­wi­ckel­te Ver­fah­ren ermög­lich­te ein Licht mit einer Stär­ke von etwa 80.000 „Nor­mal­ker­zen“ – etwa ein Drit­tel der Licht­stär­ke des Fern­lichts heu­ti­ger Kraft­fahr­zeu­ge. Lam­pe, Helio­graph und Fern­rohr waren auf einem Sta­tiv nach allen Rich­tun­gen dreh­bar zu einem fes­ten Sys­tem ver­ei­nigt, sodaß die opti­schen Ach­sen die­ser drei Instru­men­te genau par­al­lel gerich­tet waren.
Die Helio­gra­phen und Signal­ap­pa­ra­te wur­den jeweils mit einem Pferd oder Maul­tier trans­por­tiert und konn­ten in weni­gen Minu­ten in Betrieb genom­men wer­den: Auf­wen­di­ger war die Beför­de­rung der Betriebs­stof­fe für die Lam­pen der Signal­ap­pa­ra­te, Kar­bid und Was­ser (zur Erzeu­gung von Ace­tylen) sowie des Sau­er­stoffs, da sich der Sau­er­stoff in bis zu einem Zent­ner schwe­ren Druck­fla­schen befand.       
Nachts konn­ten so in Deutsch-Süd­west­afri­ka mit den Lam­pen der Signal­ap­pa­ra­te Mor­se-Tele­gram­me auf Distan­zen von durch­schnitt­lich 80 bis 100, mit­un­ter sogar von bis zu 150 Kilo­me­tern über­mit­telt wer­den. Die Licht­blit­ze der Helio­gra­phen bzw. Spie­gel­te­le­gra­phen, mit denen sich Mor­se-Tele­gram­me per Son­nen­licht in Rich­tung einer Gegen­stel­le „spie­geln“ lie­ßen, waren tags­über auf eine Distanz von 50 bis über 70 Kilo­me­tern mit Tele­sko­pen (Monoku­la­ren) oder Beob­ach­tungs­fern­roh­ren gut wahr- und auf­nehm­bar.

Feld-Signal­trupp im Ein­satz im Nor­den von Deutsch-Süd­west­afri­ka, 

Bild: Quel­le 9

Feld-Signal­ver­bin­dun­gen eig­ne­ten sich in Deutsch-Süd­west­afri­ka des­halb so gut, weil das Ver­le­gen von Tele­gra­phen­ka­bel in dem gebir­gi­gen und unwirt­li­chen Land sowie bei den meist gro­ßen zu über­brü­cken­den Ent­fer­nun­gen sehr auf­wen­dig war. Zudem bestand bei Kabel­te­le­gra­phie die Gefahr, daß die Kabel durch den Geg­ner, Tie­re oder durch die rau­hen kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen durch­trennt bzw. beschä­digt wer­den konn­ten. Des Wei­te­ren ist die Zahl der Son­nen­ta­ge in die­ser Regi­on sehr hoch, was den Ein­satz von Helio­gra­phen zusätz­lich recht­fer­tig­te.
Feld-Signal­ver­bin­dun­gen wur­den des­halb in Deutsch-Süd­west­afri­ka ins­be­son­de­re dort ein­ge­rich­tet, wo die Ver­le­gung eines Tele­gra­phen­ka­bels nur schwer mög­lich war oder sich nicht lohn­te. Im Ver­gleich zur Feld- bzw. Funk­te­le­gra­phie war aller­dings die nied­ri­ge­re Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit, die Abhän­gig­keit von „Hohen Punk­ten“ sowie der grö­ße­re Per­so­nal- und Mate­ri­al­auf­wand für Relais­sta­tio­nen bei zu über­brü­cken­den Ent­fer­nun­gen von über 50 — 150 km nach­tei­li­ger. Helio­gra­phie­ren war zudem beschwer­li­che Prä­zi­si­ons­ar­beit: Gut aus­ge­bil­de­te „Signa­lis­ten“ sen­de­ten 200 „Tak­te“ – unge­fähr drei bis vier Wor­te – pro Minu­te, d.h. ca. 200 Wor­te pro Stun­de. Für 21 Wor­te zuzüg­lich der Dienst­stel­len­ken­nung betrug die güns­tigs­te Über­tra­gungs­zeit von Wind­huk nach Gibe­on zwei Stun­den und fünf­zig Minu­ten, Nach­rich­ten bis Keet­man­shoop benö­tig­ten bei gutem Wet­ter im Durch­schnitt fünf bis sechs Stun­den.

Den meist als „Kolon­nen“ ein­ge­setz­ten Kräf­ten der deut­schen Schutz­trup­pe wur­den jeweils berit­te­ne Feld-Signal­trupps mit ca. 20 — 30 „Signa­lis­ten“ zuge­ord­net, die auf den lan­gen Mär­schen die Ver­bin­dun­gen weit­ge­hend hal­ten konn­ten.
Zu einem grö­ße­ren Ein­satz von Feld-Signal­trupps der Feld-Signal­ab­tei­lung kam es am 11./12. August 1904 im Rah­men der soge­nann­ten „Schlacht am Water­berg“ zwi­schen ca. 4.000 Mann der Schutz­trup­pe (einschl. ein­hei­mi­scher Hilfs­trup­pen) und ca. 6.000 Here­ro-Krie­gern.

Feld-Signal- und Funk-Tele­gra­phen­ver­bin­dun­gen 
wäh­rend der Schlacht am Water­berg,

Bild: Quel­le 9

Dabei soll­ten zwi­schen den kon­zen­trisch vor­ge­hen­den und angrei­fen­den sechs Abtei­lun­gen der Schutz­trup­pe sowie dem deut­schen Haupt­quar­tier am Water­berg u.a. drei Feld-Signal­ver­bin­dun­gen über Ent­fer­nun­gen von 35, 70 und 125 km (hier jeweils mit Relais) her­ge­stellt und gehal­ten wer­den, wozu um den Water­berg sechs Signal­sta­tio­nen in Betrieb waren, wel­che die Nach­rich­ten unver­schlüs­selt über­mit­tel­ten.  

Ent­schei­dend war hier­bei der Ein­satz einer Feld-Signal­sta­ti­on direkt auf dem über­ra­gen­den Water­berg, der zusätz­li­che Feld-Signal­ver­bin­dun­gen zu allen Abtei­lun­gen ermög­lich­te, wobei zwei es bei ihrem Vor­marsch ver­säumt hat­ten, ihre Feld-Signal­ap­pa­ra­te auf­zu­bau­en bezie­hungs­wei­se mit­zu­neh­men. Auf­grund von Aus­rüs­tungs­man­gel und Ver­schleiß stan­den auf dem Water­berg – trotz des­sen wich­ti­ger Lage – aller­dings nur ein Helio­graph und ein Feld­si­gnal­ge­rät, meist nur als „Spie­gel“ oder „Lam­pe“ bezeich­net, zur Ver­fü­gung. Zeit­wei­lig war die­se Signal­sta­ti­on dar­über hin­aus auch nicht ein­satz­fä­hig, da sie unter hef­ti­gem Beschuß stand.

Blick auf den Water­berg,

Bild: Quel­le 9

Der Ober­be­fehls­ha­ber der deut­schen Schutz­trup­pe in Deutsch-Süd­west­afri­ka, Gene­ral­leut­nant Lothar von Tro­tha hat spä­ter geäu­ßert: „Nach Water­berg habe ich nach Ber­lin berich­tet: Ohne die Feld­si­gnal-Abtei­lung hät­te ich die Ope­ra­tio­nen über­haupt nicht … durch­füh­ren kön­nen.“ Auch die spä­te­re mili­tä­ri­sche Bericht­erstat­tung über die Kämp­fe am Water­berg beton­te die „gera­de­zu ent­schei­den­de Rol­le“ der Licht­si­gna­le.
Die Ereig­nis­se wäh­rend der Kämp­fe am Water­berg zeig­ten aber auch, daß die per­so­nell unter­be­setz­te und mate­ri­ell unzu­rei­chend aus­ge­stat­te­te Feld-Signal­sta­ti­on auf dem Water­berg-Pla­teau ein Man­ko bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on wäh­rend die­ser Gefech­te war. Ange­sichts der Schlüs­sel­rol­le, die die­ser Sta­ti­on zukam, hät­te sie meh­re­re Helio­gra­phen sowie Feld­si­gnal­ge­rät und mehr „Signa­lis­ten“ benö­tigt, da sie ein zen­tra­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­punkt für alle Abtei­lun­gen der Schutz­trup­pe war, um mit dem deut­schen Haupt­quar­tier in Ver­bin­dung zu tre­ten.

Mit Beginn des Auf­stands auch der Nama ver­la­ger­te sich der Schwer­punkt der Kämp­fe im Herbst 1904 in den Süden von Deutsch-Süd­west­afri­ka, was eine siche­re fes­te Nach­rich­ten­ver­bin­dung von der Haupt­stadt Wind­huk dort­hin und mobi­le Helio­gra­phen- sowie Feld­si­gnal-Lini­en mit hoher Beweg­lich­keit in die ein­zel­nen Kampf­ge­bie­te erfor­der­te.
Im Juli 1905 umfass­te die Feld­si­gnal­ab­tei­lung der Schutz­trup­pe des­halb bereits zehn Signal­of­fi­zie­re und über 200 „Signa­lis­ten“ – auch „Blin­ker“ genannt – mit 71 Feld­si­gnal­ap­pa­ra­ten und etwa 36 ein­zel­nen Helio­gra­phen sowie umfang­rei­ches Ersatz- und Reser­ve­ma­te­ri­al. Vor allem die Betriebs­stof­fe der Signal­lam­pen – Glüh­plätt­chen, Ace­tylen und Sau­er­stoff – lager­ten in Nach­schub­de­pots, die über das gan­ze Land in den Etap­pen­sta­tio­nen ver­teilt waren. In Wind­huk und Keet­man­shoop arbei­te­ten zudem Werk­stät­ten zur Repa­ra­tur der Signal­ge­rä­te. 

Im Jahr 1906 gab es ein mili­tä­ri­sches Netz von fes­ten Signal­li­ni­en mit einer Län­ge von 2.560 Kilo­me­tern, wobei allein die Ent­fer­nung zwi­schen den Helio­gra­phen­sta­tio­nen in Wind­huk und Ramans­drift ganz im Süden 800 Kilo­me­ter betrug. 

Heliog­ra­hen­li­nie Wind­huk — Gibe­on,

Bild: Quel­le 9 

Jede der ins­ge­samt über 70 fes­ten Signal-Sta­tio­nen war mit zwei bis drei „Signa­lis­ten“ besetzt sowie zur Siche­rung mit drei bis sechs, bei grö­ße­rer Gefahr mit bis zu neun Gewehr­schüt­zen. Die Errich­tung die­ser Signal-Sta­tio­nen ori­en­tier­te sich am Gelän­de und ver­lang­te abseits der Wege sowie ent­fernt von den Was­ser­stel­len gro­ße Ver­sor­gungs­an­stren­gun­gen: Gab es kei­ne  Erhe­bun­gen, zum Bei­spiel süd­lich des Water­bergs auf einer Stre­cke von 200 Kilo­me­tern bis Oka­hand­ja, wur­den bis zu 30 Meter hohe Tür­me aus zusam­men­ge­tra­ge­nen Stei­nen und gefüll­ten Säcken errich­tet, aber auch aus ande­rem natür­li­chem Wüs­ten­ma­te­ri­al. 

Helio­gra­phen­turm bei Klein-Nau­as,

Bild: Quel­le 9 

Die gewünsch­te Aus­stat­tung der Zwi­schen­sta­tio­nen mit jeweils zwei Signal-Appa­ra­ten zur Beschleu­ni­gung der Nach­rich­ten­über­tra­gung konn­te aller­dings nicht umge­setzt wer­den. 
Gleich­zei­tig gab es etli­che beweg­li­che Signal-Sta­tio­nen, die die Kampf- und Auf­klä­rungs­ver­bän­de beglei­te­ten, um die Ver­bin­dung zum fes­ten Signal­netz und den ande­ren Trup­pen­tei­len zu hal­ten. Aller­dings gab es nicht für jede Kom­pa­nie zwei Signal­ge­rä­te.

In den Jah­ren von 1904 bis 1907 exis­tier­te so in Deutsch-Süd­west­afri­ka eines der größ­ten Licht­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze, das es welt­weit jemals gege­ben hat. Ende 1908 gab es aber nur noch im Süden von Deutsch-Süd­west­afri­ka, in dem immer noch Gue­ril­la­kämp­fe statt­fan­den, eini­ge weni­ge akti­ve Helio­gra­phen­li­ni­en mit ins­ge­samt 14 Sta­tio­nen und 35 zusätz­li­chen Signal­ap­pa­ra­ten in Bereit­schaft, 21 in Keet­man­shoop und sechs in Warm­bad: Die Per­so­nal­stär­ke der Feld­si­gnal­ab­tei­lung war auf ins­ge­samt 144 redu­ziert wor­den.
Die o.a. erfolg­rei­che Nut­zung von Helio­gra­phen und Signal­lam­pen lehr­te die deut­sche Mili­tär­füh­rung mit ihrem nahe­zu gren­zen­lo­sen Ver­trau­en in die moder­ne Tele­fon- und Funk­tech­nik jedoch nicht, daß im Krieg die gegen­sei­ti­ge Ergän­zung aller Nach­rich­ten­mit­tel nötig ist: Nach sogar zwi­schen­zeit­li­cher Abschaf­fung der opti­schen Tele­gra­phie in 1911 führ­te erst die Stör­an­fäl­lig­keit von Tele­fon und Funk im Stel­lungs­krieg an den Fron­ten des 1. Welt­kriegs ab 1915/16 zum Rück­griff auf die alt­be­währ­ten Helio­gra­phen und Signal­lam­pen.

Bis 1912 schritt die tech­ni­sche Ent­wick­lung der Signal­ge­rä­te aber nur gering­fü­gig vor­an: Im sel­ben Jahr wur­de noch das „Lin­sen­ge­rät 03“ ent­wi­ckelt, ein noch ein­mal ver­bes­ser­tes Signal­ge­rät, da es hand­li­cher und ein­fa­cher im Gebrauch war. Dar­über hin­aus wur­den seit 1900 ver­mehrt Kaval­le­rie-Trup­pen­tei­le mit Helio­gra­phen aus­ge­stat­tet sowie im Umgang mit die­sen aus­ge­bil­det, aller­dings nicht oder nur kaum mit den neue­ren Licht­si­gnal­ap­pa­ra­ten. Zu Beginn des 1. Welt­kriegs gab es des­halb nur sehr Weni­ge, die im Umgang mit dem „Lin­sen­ge­rät 03“ aus­ge­bil­det waren. Vor­erst war aber auch die Nach­fra­ge nach soge­nann­ten „Signa­lis­ten“ – den spä­te­ren „Blin­kern“ – nicht sehr groß, da im anfäng­li­chen Bewe­gungs­krieg kaum Bedarf an opti­scher Tele­gra­phie bestand. Erst als im Herbst 1914 der Stel­lungs­krieg zunächst an der West- und spä­ter auch an der Ost­front ein­setz­te, ent­sann man sich auf deut­scher Sei­te wie­der der opti­schen Tele­gra­phie als zusätz­li­ches Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel mit dem man auf die durch das dich­te Artil­le­rie­feu­er zuneh­mend sehr erschwer­te Bau­tä­tig­keit, Unter­hal­tung und Instand­set­zung bei Draht­ver­bin­dun­gen sowie auf die geg­ne­ri­sche Funk­auf­klä­rung reagier­te. Neue Front­ab­schnit­te im Hoch­ge­bir­ge der Alpen und Kar­pa­ten ab 1915 ver­stärk­ten die­sen Umstand zusätz­lich, da hier kaum Kabel ver­legt wer­den konn­ten.

Ab Ende August 1915 wur­den des­halb wie­der Licht­si­gnal- („Blink“-)Trupps bei den Armee-Tele­gra­phen­ab­tei­lun­gen auf­ge­stellt – eine wei­te­re Reak­ti­on auf die o.a. Rah­men­be­din­gun­gen – ins­be­son­de­re in der Schlacht um Ver­dun – war spä­ter die Aus­stat­tung der Kampf­trup­pe mit trag­ba­ren Licht­si­gnal-/Blink­ge­rä­ten und die Auf­stel­lung von Licht­si­gnal-/Blink­ab­tei­lun­gen auch inner­halb der Korps-Fern­sprech­ab­tei­lun­gen.

Eine Hand­voll inter­es­sier­ter Offi­zie­re trug dazu zunächst sämt­li­che vor­han­de­nen „Lin­sen­ge­rä­te 03“ zusam­men und bil­de­te eini­ge Trupps an die­sen Gerä­ten aus, um sie direkt an die Front zu schi­cken. Das „Lin­sen­ge­rät 03“ war jedoch längst ver­al­tet und erwies sich für den Front­ein­satz zumeist als wenig taug­lich, wes­halb es im Som­mer 1916 end­gül­tig aus­ge­son­dert wur­de. Hier kam nun wie­der die Fir­ma Zeiss aus Jena ins Spiel: Dort hat­te man bereits an einem ver­bes­ser­ten Gerät gear­bei­tet, dem Spie­gel­si­gnal­ge­rät „AS 14“, das die ers­ten wirk­lich durch­schla­gen­den Erfol­ge auch unter feld­mä­ßi­gen Bedin­gun­gen erzielt hat: Das Zeiss’sche Gerät erwies sich als über­aus front­taug­lich und wur­de nun gegen­über allen ande­ren Gerä­ten bevor­zugt, was u.a. auch dar­auf zurück­zu­füh­ren ist, daß die Fir­ma Zeiss schon in den Jah­ren vor dem 1. Welt­krieg kon­ti­nu­ier­lich mit dem Mili­tär zusam­men­ge­ar­bei­tet hat­te. 

Spie­gel­si­gnal­ge­rät „AS 14“,
Trans­port des „AS 14“ 
„AS 14“ im Ein­satz, Bil­der: Quel­le 7

Die Ver­bin­dung nach Jena wur­de nun auf Wunsch des Hee­res wei­ter inten­si­viert: Zunächst soll­te zwar die Aus­bil­dung der neu­en Mann­schaf­ten, wel­che für die opti­sche Tele­gra­phie vor­ge­se­hen waren, noch in Ber­lin-Trep­tow und ‑Schö­ne­berg erfol­gen, bald dar­auf zeig­te sich aber, daß es güns­ti­ger war, eine Signal-Ersatz­ab­tei­lung mög­lichst in der Nähe des Zeiss-Wer­kes in Jena auf­zu­stel­len — dies erfolg­te am 21. Juni 1915.
Der kah­le, 363 Meter hohe „Wind­knol­len“ auf dem Schlacht­feld von 1806 („Schlacht bei Jena und Auer­stedt“) nord­west­lich von Jena bzw. der süd­ost­wärts davon gele­ge­ne „Landgrafen“(-Berg; 298 m) mit guter Sicht auf wei­te­re Ber­ge im unmit­tel­ba­ren Umland boten zudem bes­te Vor­aus­set­zun­gen als Übungs­ge­län­de für die prak­ti­sche Aus­bil­dung der soge­nann­ten „Signa­lis­ten“, aber auch für die Erpro­bung neu­er Licht­si­gnal­ge­rä­te: So wur­den nicht nur der „Land­gra­fen“, auf dem nach dem 1. Welt­krieg das Denk­mal für die gefal­le­nen Blin­ker errich­tet wur­de, son­dern auch der „Jen­zig“ (385 m), der „Haus­berg“ (392 m), der „Forst“, die „Kern­ber­ge“ (392 m), der „Bis­marck­turm“ (349 m) auf dem „Tat­zend“, die „Son­nen­ber­ge“ (323 m) und ande­re Gelän­de­er­hö­hun­gen um Jena als Signal­punk­te genutzt – selbst auf der „Leuch­ten­burg“ (395 m) bei Kahla knapp 20 Kilo­me­ter süd­lich von Jena hat­ten sich die Blin­ker ein­quar­tiert. Aber auch die nähe­re Umge­bung wur­de genutzt, so etwa der Turm der Kir­che von Vier­zehn­hei­li­gen (341 m) rund sie­ben Kilo­me­ter nord­west­lich von Jena. Den zen­tra­len Signal­punkt bil­de­te dabei stets die Stern­war­te bezie­hungs­wei­se das Dach des Haupt­ge­bäu­des des Zeiss-Werks (185 m) in Jena.

Signal­punk­te im Raum um Jena
1 = „Wind­knol­len“,
2 = „Land­gra­fen“, 
3 = „Jen­zig“,

4 = „Haus­berg“,
5 = „Forst“,
6 = „Kern­ber­ge“,
7 = „Bis­marck­turm“,
8 = „Son­nen­ber­ge“,

9 = Vier­zehn­hei­li­gen
und Z = Zeiss-Werk

Gra­phik: Autor auf Grund­la­ge von „Thü­rin­gen View­er“ unter https://thueringenviewer.thueringen.de/thviewer3/index.html#

Aus­bil­dung an Licht­si­gnal­ge­rä­ten – auf dem Dach des Zeiss-Hoch­hau­ses in Jena und im Gelän­de, Bil­der: Quel­le 4

Anfäng­lich wur­den in die­ser Signal-Ersatz­ab­tei­lung vor allem Sol­da­ten, die bereits Vor­kennt­nis­se — sei es in tech­ni­schen Belan­gen oder im Mor­sen — auf­wie­sen, aus­ge­bil­det. Da die­se Mann­schaf­ten aber nach und nach zur Front abgin­gen, muss­ten schließ­lich auch Sol­da­ten ohne Vor­kennt­nis­se zu „Signa­lis­ten“ aus­ge­bil­det wer­den, wodurch die Mann­schafts­stär­ke der Abtei­lung inner­halb kur­zer Zeit auf bis zu 1.000 anwuchs. 
Durch die­se stei­gen­de Zahl der Rekru­ten muss­te bald ein geeig­ne­tes Gebäu­de gefun­den wer­den, wel­ches als „Kaser­ne“ für die Blin­ker die­nen soll­te: Die Carl-Zeiss-Stif­tung stell­te dar­auf­hin das „Volks­haus“ zur Ver­fü­gung, in dem die theo­re­ti­sche Aus­bil­dung und Ver­pfle­gung statt­fan­den.

Die »Kaser­ne« der Signal-Ersatz­ab­tei­lung, das „Volks­haus“ in Jena, 

Bild: Quel­le 13

Blin­ker vor dem „Volks­haus“ in Jena – An Gerät ist v. l. zu sehen: Das »Spie­gel­si­gnal­ge­rät AS 14« der Fir­ma Carl Zeiss, ein Oku­lar um die ankom­men­den Licht­zei­chen zu beob­ach­ten und ein Helio­graph, der mit­tels Son­nen­licht eben­falls für das Sen­den von Licht­zei­chen ver­wen­det wur­de,  Bil­der: Quel­le 4 und 13

Die Aus­bil­dungs­zeit neu­er Rekru­ten ohne Vor­kennt­nis­se betrug min­des­tens sechs bis acht Wochen: Danach wur­den sie in Feld‑, Fes­tungs- oder Gebirgs­si­gnal­trupps zusam­men­ge­fasst und von Jena aus an die Front geschickt. Ein sol­cher Trupp umfass­te sechs Mann: Der Trupp­füh­rer war meist ein Unter­of­fi­zier, dazu kamen ein Stell­ver­tre­ter – ein Gefrei­ter – und nicht zuletzt vier „Signa­lis­ten“.

Feld­si­gnal­trupp an der Voge­sen­front im Mai 1917 – 
rechts ist das ›Spie­gel­si­gnal­ge­rät AS 14‹ der Fir­ma Zeiss zu sehen, in der Mit­te ein Helio­graph und links ein Fern­rohr zur Beob­ach­tung der ankom­men­den Licht­zei­chen,

Bild: Quel­le 12

Die Rekru­tie­rung für die König­lich Preu­ßi­sche Signal-Ersatz­ab­tei­lung erfolg­te vor­wie­gend aus den thü­rin­gi­schen Klein­staa­ten und den angren­zen­den Gebie­ten, so vor allem aus Jena selbst, aber auch aus Wei­mar, Apol­da, Ilmen­au, Erfurt, Gera, Greiz, Eisen­ach und Suhl bis hin nach Kas­sel. Berück­sich­tigt wur­de dabei eine gewis­se tech­ni­sche Eig­nung oder Vor­bil­dung.

Ein gutes Jahr nach der Auf­stel­lung der König­lich Preu­ßi­schen Signal-Ersatz­ab­tei­lung wur­de die­se ab Mit­te August bis 14. Okto­ber 1916 von Jena nach Königs­wus­ter­hau­sen bei Ber­lin ver­legt, wo eine ehe­ma­li­ge Funker­ka­ser­ne frei gewor­den war, aber voll­kom­men ande­re Rah­men­be­din­gun­gen für die Aus­bil­dung als in Jena bot – spe­zi­ell hin­sicht­lich der geo­gra­phi­schen Beschaf­fen­heit der Land­schaft. Unge­ach­tet des­sen blieb Jena den­noch der Mit­tel­punkt für das Licht­si­gnal­we­sen, da Zeiss auch wei­ter­hin die Signal­ge­rä­te für das Heer lie­fer­te und war­te­te. 
Die König­lich Preu­ßi­sche Signal-Ersatz­ab­tei­lung bestand danach noch bis Juli 1917, dann wur­de sie im Rah­men der Reor­ga­ni­sa­ti­on der Tele­gra­phen­trup­pe in Nach­rich­ten­trup­pe auf­ge­löst und in die­se ein­ge­glie­dert. Im gesam­ten Zeit­raum des Bestehens die­ser Abtei­lung wur­den 670 Unter­of­fi­zie­re und 5.200 „Signa­lis­ten“ für 661 Feld‑, 54 Fes­tungs- und 8 Gebirgs­si­gnal­trupps für den Front­dienst feld­mä­ßig aus­ge­bil­det: Die Ent­wick­lung und Ver­bes­se­rung der ver­wen­de­ten Signal­ge­rä­te schritt dabei kon­ti­nu­ier­lich fort.

So wur­den ab 1916 in der deut­schen Armee – neben dem wei­ter­hin mit Kar­bid betrie­be­nen „Gro­ßen Blink­ge­rät“ (G‑Blink 16) – auch mit Glüh­lam­pen bestück­te elek­tri­sche Blink­schein­wer­fer – zum Bei­spiel „Mitt­le­res Blink­ge­rät“ (M‑Blink 16) und „Klei­nes Blink­ge­rät“ (K‑Blink 16) – ein­ge­führt, deren Ener­gie­zu­fuhr durch Bat­te­rien oder einen Kur­bel­dy­na­mo erfolg­te und die samt tech­ni­schem Zube­hör (u.a. Monoku­la­re und Beob­ach­tungs­fern­roh­re) auch von den Zeiss-Wer­ken in Jena her­ge­stellt wur­den – Blen­den, Pro­jek­ti­ons­op­ti­ken und zum Teil Rot­licht­fil­ter sorg­ten zudem dafür, daß der Geg­ner die Blink­zei­chen nicht mit­le­sen konn­te.

„Gro­ßes Blink­ge­rät“ (G‑Blink 16), Bil­der: Quel­le 8, 7 und 10 

„Mitt­le­res Blink­ge­rät“ (M‑Blink 16), Bil­der: Quel­le 8 und 7

„Klei­nes Blink­ge­rät“ (K‑Blink 16),

Bild: Quel­le 7

Im April 1917 wur­den im Rah­men der Reor­ga­ni­sa­ti­on der Tele­gra­phen­trup­pe in Nach­rich­ten­trup­pe die (Licht-)Signaltrupps umbe­nannt und nun als Blin­ker­trupps bezeich­net sowie – unter Ein­glie­de­rung in die Nach­rich­ten­trup­pe – zur Auf­stel­lung von Blink­er­zü­gen bei den Divi­si­ons-Fern­sprech­ab­tei­lun­gen zusam­men­ge­fasst: Bei Kriegs­en­de 1918 gab es dann 72 Hee­res-Blin­ker-Züge.

Noch vor dem Ende des 1. Welt­krie­ges schlos­sen sich die „Signa­lis­ten“ zu einem Vete­ra­nen­ver­ein zusam­men, dem „Ver­ein ehe­ma­li­ger Blin­ker”, der im Okto­ber 1918 in ihrer alten Gar­ni­son Jena gegrün­det wur­de. Inter­es­san­ter­wei­se folg­te erst am 19. Febru­ar 1919 der Auf­bau eines Dach­ver­bands als „Bund der Ver­ei­ne ehe­ma­li­ger Blin­ker Deutsch­lands” in Ber­lin, der die ein­zel­nen Orts­grup­pen zusam­men­fass­te und des­sen Orts­grup­pe Jena beson­ders aktiv sowie mit 200 Mit­glie­dern (Stand 1925) wohl auch die größ­te war sowie deren Groß­teil aus Jena, Apol­da und Umge­bung stamm­te. Auf Initia­ti­ve die­ser Orts­grup­pe erfolg­te auch die Errich­tung des „Blin­ker-Denk­mals“ auf dem „Landgrafen“(-Berg) bei Jena, wel­ches auf allen Sei­ten je ein gro­ßes Eiser­nes Kreuz mit jeweils drei Lor­beer­blät­tern in den vier Ecken und in gro­ßen Let­tern die Inschrif­ten „1914 UNSEREN HELDEN 1918“ sowie „DIE DEUTSCHEN BLINKER“ unter einem über­di­men­sio­na­len Stahl­helm des kai­ser­li­chen Feld­hee­res zeig­te und das der „Bund der Ver­ei­ne ehe­ma­li­ger Blin­ker Deutsch­lands” aus eige­nen Mit­teln finan­zier­te: Die Grund­stein­le­gung zu die­sem Denk­mal erfolg­te am 12. Sep­tem­ber 1920.

Blink­er­denk­mal auf dem Land­gra­fen­berg in sei­ner ursprüng­li­chen Form von 1921, Bild: Quel­le 12 und 5

Anläss­lich sei­ner Ein­wei­hung bereits am 29. Mai 1921 kamen eigens 160 ehe­ma­li­ge „Blin­ker“ aus ganz Deutsch­land nach Jena: Nach der „Wei­he­re­de“ durch den ört­li­chen Pfar­rer folg­ten wei­te­re kur­ze Anspra­chen, unter ande­rem durch den 1. Vor­sit­zen­den des Bun­des ehe­ma­li­ger Blin­ker und durch Ver­tre­ter der Stadt Jena. Zum Abschluß folg­te eine Kranz­nie­der­le­gung durch Ver­tre­ter des Reichs­wehr­mi­nis­te­ri­ums, durch Offi­zie­re der Reichs­wehr und nicht zuletzt durch den Bund ehe­ma­li­ger Blin­ker selbst.

Ein­wei­hung des Blink­er­denk­mals am 29. Mai 1921,

Bild: Quel­le 3 

Wäh­rend es in der Nach­rich­ten­trup­pe der Reichs­wehr noch bis min­des­tens Mit­te der 1920er-Jah­re Blin­ker­trupps in den gemisch­ten Nach­rich­ten­zü­gen der bei­den Kom­pa­nien der Divi­si­ons­nach­rich­ten­ab­tei­lun­gen gab, blieb es um das Blink­er­denk­mal lan­ge Zeit danach ruhig: Nach dem 2. Welt­krieg und Grün­dung der DDR besann man sich in Jena aber wie­der des Denk­mals auf dem „Landgrafen“(-Berg) – offen­sicht­lich sah die DDR als ›Arbei­ter- und Bau­ern­staat‹ in ihm ein Sym­bol für Kriegs­ver­herr­li­chung und ver­meint­lich ›fal­sches‹ Hel­den­tum, sodaß man das Blink­er­denk­mal ›ent­mi­li­ta­ri­sier­te‹, wodurch es sein ursprüng­li­ches Aus­se­hen ver­lor: Der Stahl­helm, der auf dem Denk­mal als obe­rer Abschluss saß, wur­de zu einer halb­run­den ›Schüs­sel‹ bzw. ›Kup­pel‹ zurück­ge­baut, bei­de Inschrif­ten am Gedenk­stein „1914 UNSEREN HELDEN 1918“ sowie „DIE DEUTSCHEN BLINKER“ wur­den ent­fernt und die Lor­beer­blät­ter ver­schwan­den aus den Ecken der Eiser­nen Kreu­ze, wobei Letz­te­re zudem zu Bal­ken­kreu­zen begra­digt wur­den, so daß die eins­ti­ge cha­rak­te­ris­ti­sche Form völ­lig ver­lo­ren ging.
Grund­la­ge für die­se ›Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung‹ war ein Schrei­ben des thü­rin­gi­schen Lan­des­amts für Volks­bil­dung an das Stadt­bau­amt Jena vom 15. Novem­ber 1946 unter Bezug­nah­me auf einen Befehl der Sowje­ti­schen Mili­tär­ad­mi­nis­tra­ti­on in Thü­rin­gen vom 7. Novem­ber 1946, wonach die Emble­me und Auf­schrif­ten an sämt­li­chen Krie­ger­denk­mä­lern umge­hend ent­fernt wer­den müss­ten. Eine gewis­se Rol­le mag dabei auch etwa die rela­ti­ve Nähe zu einem sowje­ti­schen Trup­pen­übungs­platz, der sich ober­halb des „Landgrafen“(-Bergs) auf dem ehe­ma­li­gen Schlacht­feld von 1806 befand, gespielt haben.

Sei­ner Iden­ti­tät beraubt, ver­kam nun das eins­ti­ge Blin­ker-Denk­mal in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten zu einem ›namen­lo­sen Stein­klotz‹ auf dem „Landgrafen“(-Berg) am Ran­de die­ses sowje­ti­schen Trup­pen­übungs­plat­zes: Die Natur hol­te sich nach und nach den Raum, auf dem es steht, zurück, sodaß es immer mehr ver­wahr­los­te und in Ver­ges­sen­heit geriet. Erst 2003 trat es im Zusam­men­hang der Vor­be­rei­tun­gen für den 200. Jah­res­tag der Schlacht bei Jena und Auer­stedt im Jahr 2006 mit dem Vor­schlag sei­ner Umwid­mung in Erin­ne­rung an die­se Schlacht gegen Napo­le­on wie­der in den Fokus des öffent­li­chen Inter­es­ses.
Es soll­te aber bis zum Jahr 2004 dau­ern, ehe man sich von Sei­ten des Kul­tur­am­tes Jena dazu ent­schloß, etwas gegen den end­gül­ti­gen Ver­fall zu unter­neh­men — dabei stan­den drei Vari­an­ten der Sanie­rung zur Dis­kus­si­on: Die ers­te Vari­an­te sah eine Sanie­rung des dama­li­gen Zustan­des vor, mit Anbrin­gung einer Infor­ma­ti­ons­ta­fel, die auf das eins­ti­ge Denk­mal ver­wei­sen soll­te; die zwei­te Vari­an­te bestand aus der Sanie­rung und Wie­der­her­stel­lung des ursprüng­li­chen Zustan­des von 1921 und die drit­te Vari­an­te kam o.a. Vor­schlag eines „Jenen­sers“ nach, das Denk­mal zur Erin­ne­rung an die Dop­pel­schlacht von 1806 bei Jena und Auer­stedt umzu­wid­men.
Letz­te­rer Vor­schlag wur­de damals von der Stadt Jean und der zustän­di­gen Denk­mal­schutz­be­hör­de abge­lehnt, der grund­le­gen­den Sanie­rung des Denk­mals mit einer bewuss­ten Iden­ti­fi­zie­rung als Krie­ger­denk­mal des Ers­ten Welt­krie­ges jedoch zuge­stimmt.

Von Anfang an wur­de dabei durch das Kul­tur­amt Jena die ers­te Vari­an­te favo­ri­siert und schließ­lich weni­ge Jah­re spä­ter auch umge­setzt: Den­noch soll­te es noch bis zum Früh­jahr 2009 dau­ern, ehe mit der Sanie­rung begon­nen wer­den konn­te. Bezeich­nend für das Ver­ges­sen ist in die­sem Zusam­men­hang auch, daß die­ses Denk­mal bis 2009 nicht auf der offi­zi­el­len Denk­mal­lis­te der Stadt geführt wur­de und erst in jenem Jahr als pfle­ge­wür­di­ges, stadt­ge­schicht­lich rele­van­tes und kul­tur­his­to­ri­sches Merk­zei­chen ein­ge­stuft wur­de. Einen wei­te­ren Anstoß für die Sanie­rung des Blink­er­denk­mals lie­fer­te 2008 die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena, die sich bei der Stadt­ver­wal­tung um es als Pfle­ge­ob­jekt bewarb. In meh­re­ren Arbeits­ein­sät­zen, bei denen auch der Jugend­ar­beits­kreis des Volks­bun­des Deut­scher Kriegs­grä­ber­für­sor­ge mit­half, wur­de das Denk­mal durch die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena saniert.

Ers­ter Arbeits­ein­satz am Blink­er­denk­mal,

Bild: Quel­le 4

Dabei wur­de jene Vari­an­te des Sanie­rungs­kon­zep­tes umge­setzt, die den Zustand nach der ›Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung‹ wie­der­her­stell­te – Ein­zi­ger Kom­pro­miss, der hier­bei ein­ge­gan­gen wur­de, war die Wie­der­an­brin­gung der Inschrift „DIE DEUTSCHEN BLINKER“. Im Herbst 2009 konn­te so der sanier­te Gedenk­stein schließ­lich ein zwei­tes Mal ein­ge­weiht wer­den, für des­sen Pfle­ge mit Umfeld die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena nun­mehr auch die Paten­schaft über­nahm.

Blink­er­denk­mal in sei­ner sanier­ten Form – Som­mer 2013, 

Bild: Quel­le 12

Unmit­tel­bar neben dem Denk­mal wur­de eine Infor­ma­ti­ons­ta­fel auf­ge­stellt, die in sehr knap­pen Sät­zen sowie Stich­punk­ten die Bedeu­tung des Stei­nes erklär­te und ihm damit auch sei­ne ›Iden­ti­tät‹ wie­der­gab. Eine Foto­gra­fie einer alten Ansicht zeig­te zudem den ursprüng­li­chen Zustand des Denk­mals von 1921 (sie­he oben). Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen aber zur regio­na­len Bedeu­tung der Blin­ker und des Denk­mals fehl­ten hin­ge­gen. Gera­de Fra­gen, wes­halb es in Jena über­haupt ein sol­ches Monu­ment gibt und was die Blin­ker wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges mit Jena in Ver­bin­dung bringt, blie­ben damit unbe­ant­wor­tet.

Im Mai 2018 ersuch­te die Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Jena des­halb um die Erlaub­nis, das Blin­ker-Denk­mal wie­der in den bau­li­chen Ursprungs­zu­stand von 1921 zu ver­set­zen: Dies führ­te zu kon­tro­ver­sen Dis­kus­sio­nen in der Öffent­lich­keit, da kein Ein­druck einer sym­bo­li­schen Remi­li­ta­ri­sie­rung ent­ste­hen soll­te. Letzt­lich wur­de in Edel­stahl­let­tern eine neue, gro­ße Inschrift „1914 DEN GEFALLENEN 1918“ und ein stei­ner­ner Auf­satz in Form eines sti­li­sier­ten Stahl­helms mit Blink­ge­rät (ange­lehnt an das Leich­te Blink­ge­rät „L‑Blink 17“) ange­bracht. 

Stahl­helm M16 mit Leich­tem Blink­ge­rät „L‑Blink 17“, „L‑Blink 17“ auf Stahl­helm im Ein­satz und „L‑Blink 17“ als Hand­si­gnal­ge­rät mit Bat­te­rie­tra­ge­kas­ten, Bil­der: Quel­le 7

So ist nun deut­lich zu erken­nen, wel­cher Trup­pe des Ers­ten Welt­krie­ges die­ses Denk­mal gewid­met ist. Auf Eiser­ne Kreu­ze und Lor­beer­blät­ter wur­de dage­gen bewußt ver­zich­tet.

Blink­er­denk­mal in sei­ner rekon­stru­ier­ten Form – Som­mer 2021, 

Bild: Quel­le 3

Das so ergänz­te Denk­mal wur­de am 29. Mai 2021 unter den Klän­gen des Lie­des vom Guten Kame­ra­den erneut ein­ge­weiht, genau 100 Jah­re nach der Erst­ein­wei­hung.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem ein­zi­gen Denk­mal für die Blin­ker­trup­pe in Deutsch­land und welt­weit wer­den auf einer eben­falls ein­ge­weih­ten neu­en Infor­ma­ti­ons­ta­fel prä­sen­tiert: Von den ers­ten Ent­wür­fen bis zum jet­zi­gen Zustand kön­nen sich Spa­zier­gän­ger und Wan­de­rer nun ein Bild der abwechs­lungs­rei­chen Geschich­te die­ses Gedenk­stei­nes machen.

Quel­len und Lite­ra­tur:

  1. Didc­zu­neit, Veit: Son­nen­blit­ze in der Wüs­te — Die Licht­te­le­gra­fie in Deutsch-Süd­west­afri­ka 1899 –1915, unter: https://dgpt.org/wp-content/uploads/2017/05/Sonnenblitze-in-der-Wüste-Internetvariante-mit-Anmerkungen.pdf
  2. Doß­mann, Axel: Öffent­li­che Sinn­ge­bung, natio­na­le Mobi­li­sie­rung, poli­ti­sche Umdeu­tung – Jenas Denk­mä­ler an den ers­ten Welt­krieg; in: Hell­mann, Birgitt/Mieth, Mati­as: Hei­mat­front – Eine mit­tel­deut­sche Uni­ver­si­täts­stadt im Ers­ten Welt­krieg, Sei­te 333 ff.; unter: www.gmoe.uni-jena.de/fileadmin/download/PDF-Texte_Axel_Dossmann/Axel_Dossmann_Jenas_Denkmale_an_den_Ersten_Weltkrieg_2014.pdf
  3. Heu­rich, Erik: 100 Jah­re Blink­er­denk­mal wür­dig began­gen, unter: www.reservistenverband.de/thueringen/jena/aktuelles/100-jahre-blinkerdenkmal-wuerdig-begangen/
  4. Jena­Kul­tur: Falt­blatt „Aus­stel­lung zur König­lich Preu­ßi­schen Signal-Ersatz-Abtei­lung und den Blin­ker­sol­da­ten im Ers­ten Welt­krieg in Jena“ (21.05.–05.06.2016), Jena
  5. Jena­Kul­tur: Neu­er Helm am Blink­er­denk­mal nimmt Gestalt an, unter: https://blog.jena.de/jenakultur/2021/02/24/neuer-helm-am-blinkerdenkmal-nimmt-gestalt-an/  
  6. Körbs, Michael/Voigt, Imma­nu­el: Blin­ker — Zwi­schen Ver­ges­sen und Wiederentdeckung/Optische Tele­gra­phie und Signa­lis­ten (1880 — 1918), Jena 2016
  7. Sie­gel, Eric: FIRST WAR TECHNIK –  SIGNAL- und SUCHSCHEINWERFER/ DEUTSCHLAND, unter: http://firstwartechnik.free.fr/Dallprojecteurs.html
  8. Son­ne­feld, A.: Opti­sche Tele­gra­phie; in: DIE UMSCHAU — ILLUSTRIERTE WOCHENSCHRIFT ÜBER DIE FORTSCHRITTE IN WISSENSCHAFT U. TECHNIK, HEFT 48 – 27. Novem­ber 1926, Sei­te 969 ff.  
  9. Uffel­mann, Peter: Ein­satz der Tele­gra­phen­trup­pe in Nord-Chi­na (1900/01) und in Deutsch-Südwestafrika(1904 — 1907), unter: www.fmring.de/tafel-15-der-bildtafelausstellung-fernmeldetruppen-gestern-und-heute/
  10. Uffel­mann, Peter: Umglie­de­run­gen der Tele­gra­phen­trup­pe in 1915/16, unter: www.fmring.de/tafel-19-und-20-der-bildtafelausstellung-fernmeldetruppen-gestern-und-heute/
  11. Uffel­mann, Peter: Umglie­de­rung und Umbe­nen­nung der Tele­gra­phen­trup­pe in Nach­rich­ten­trup­pe (1917), unter: www.fmring.de/tafel-21-der-bildtafelausstellung-fernmeldetruppen-gestern-und-heute/
  12. Voigt, Imma­nu­el: Das Blink­er­denk­mal der Feld­si­gnal­trupps des Ers­ten Welt­kriegs in Jena – Erbe und Erin­ne­rungs­kul­tur im Dis­sens; in: „Zeit­schrift für Thü­rin­gi­sche Geschich­te“, Band 68 (2014) – Sei­te 297 ff.
  13. Voigt, Imma­nu­el: Jena als Hoch­burg der ›Blin­ker‹; in: Das Stadt­ma­ga­zin für Jena und Regi­on, Mai 2015 – Sei­te 14 ff.
  14. Wiki­pe­dia-Ein­trag zu „Blin­ker“ unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Blinker_(Militär)
  15. Wiki­pe­dia-Ein­trag zu „Blink­er­denk­mal Jena“ unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Blinkerdenkmal_Jena
  16. Wiki­pe­dia-Ein­trag zu „Helio­graph“ unter https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Heliographs?uselang=de#/media/File:Heliógrafo_de_Mance._Utilizado_por_Ejército_portugués_en_1880.jpg

Autor:
Oberst a.D. Peter Uffel­mann ist 1. Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Fern­mel­de­rings e.V. und Redak­ti­ons­lei­ter der „F‑Flagge“. Sein Groß­va­ter müt­ter­li­cher­seits (Jahr­gang 1898) war 1916 — 1918 Ange­hö­ri­ger der „Blin­ker­trup­pe“ und wur­de nach sei­ner Aus­bil­dung in Jena in einem Feld­si­gnal­trupp an der West­front ein­ge­setzt.